Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, hat die Leistung seiner Fußballerinnen trotz des erneuten Scheiterns im Halbfinale der Champions League gewürdigt. „Wir fahren erhobenen Hauptes nach München zurück“, sagte Hainer nach der 2:4-Niederlage im Rückspiel beim FC Barcelona. „Wir haben der besten Mannschaft der Welt ein starkes Spiel geboten, in der Champions League viele weitere Sympathiepunkte gesammelt und gezeigt, dass sich der FC Bayern mehr und mehr in der internationalen Spitze etabliert.“
Bitteres Aus nach großem Kampf
Die Münchnerinnen hatten sich nach dem 1:1 im Hinspiel viel vorgenommen, doch am Ende reichte es nicht. Vor 72.000 Zuschauern im Estadi Olímpic Lluís Companys unterlagen sie dem FC Barcelona mit 2:4 (1:2). Salma Paralluelo (13.), Alexia Putellas (22./58.) und Ewa Pajor (55.) trafen für die Katalaninnen, die damit zum sechsten Mal in Folge das Finale der Königsklasse erreichten. Für die Bayern trafen Linda Dallmann (17.) und Pernille Harder (71.). Ein weiterer Treffer von Harder wurde nach VAR-Entscheid nicht anerkannt (90.).
Enttäuschung und Stolz zugleich
DFB-Kapitänin Giulia Gwinn zeigte sich nach der Partie tief enttäuscht: „Im Moment tut es sehr, sehr weh. Wir können stolz auf uns sein, aber das wird erst mit der Zeit kommen. Es gibt sehr viel, über das wir uns ärgern. Das Gefühl ist, dass wir doch dran waren. Das ist schon frustrierend.“ Dennoch betonte sie: „Aber alles in allem haben wir uns super verkauft.“
Bereits in der Ligaphase hatte es für die Bayern eine deutliche 1:7-Niederlage gegen Barcelona gegeben. Die bereits feststehenden deutschen Meisterinnen und Pokal-Finalistinnen verpassten damit zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Endspiel der Champions League.
Finale ohne Bayern
Das Endspiel der Frauen-Champions-League findet am 23. Mai in Oslo statt. Dort trifft Barcelona auf Olympique Lyon, das sich im zweiten Halbfinale gegen Titelverteidiger FC Arsenal durchsetzte. Die deutsche Nationalspielerin Jule Brand war mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am 3:2-Erfolg der Französinnen beteiligt. Das Hinspiel hatte Arsenal noch 2:1 gewonnen.



