Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben das historische Double vor Augen, doch Präsident Herbert Hainer blickt bereits über die nationalen Grenzen hinaus. Nach dem Gewinn des dritten Meistertitels in Folge betonte Hainer die Notwendigkeit, sich auch in Europa zu etablieren. „Man sieht eine stetige Entwicklung. Der nächste Schritt muss sein, in Europa ganz vorne reinzukommen“, sagte Hainer in Interviews mit ZDF und MagentaSport.
Der FC Bayern war in dieser Champions-League-Saison im Viertelfinale an Olympique Lyon gescheitert. Nur zweimal in der Vereinsgeschichte erreichten die Münchnerinnen das Halbfinale der Königsklasse (2019 gegen Barcelona, 2021 gegen Chelsea). Um den Sprung an die europäische Spitze zu schaffen, müsse die Mannschaft „punktuell verstärkt“ werden, so Hainer.
Zunächst steht jedoch die Trainersuche an, nachdem Erfolgstrainer Alexander Straus den Verein verlässt und zu Angel City FC in die USA wechselt. Direktorin Bianca Rech, die von Hainer für ihre Arbeit gelobt wurde, gab sich zuversichtlich: „Wir sind in den Endzügen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Eine Entscheidung über den Nachfolger stehe bevor, wobei der Niederländer Andries Jonker als Kandidat gehandelt wird.
Am Donnerstag haben die Bayern-Frauen die Chance, sich mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen erstmals das Double zu sichern. „Der Pokalsieg wäre die Kirsche auf der Torte“, sagte Nationalspielerin Klara Bühl. Trainer Straus zeigte sich stolz auf die bisherige Leistung, betonte aber, dass nach dem Meistertitel „nicht groß gefeiert“ wurde.



