Sky-Experte Didi Hamann rät Fans vom Kauf von Schlotterbeck-Trikots ab
Hamann rät von Schlotterbeck-Trikots ab

Sky-Experte Didi Hamann rät Fans vom Kauf von Schlotterbeck-Trikots ab

Der ehemalige Profifußballer und Sky-Experte Didi Hamann (52) hat erneut scharfe Kritik am Vertrag von Nationalspieler Nico Schlotterbeck (26) bei Borussia Dortmund geäußert. In der Talk-Sendung „Sky90“ legte Hamann nach seinen früheren Äußerungen zum Schlotterbeck-Deal noch einmal nach und sprach sich sogar gegen den Kauf von Trikots mit dem Namen des Verteidigers aus.

Kritik an kurzfristiger Ausstiegsklausel

Hamann kritisierte insbesondere die eingebaute Ausstiegsklausel im Vertrag von Schlotterbeck, die bereits rund um die kommende Weltmeisterschaft im Sommer von drei ausgewählten Top-Klubs – darunter Real Madrid – gezogen werden kann. „Dass Dortmund das mitmacht, dass eine Ausstiegsklausel schon drei Monate oder zehn Wochen nach Vertragsunterschrift gezogen werden kann, verstehe ich von Vereinsseite nicht“, so der Experte.

Er betonte: „Der einzige Grund, warum er den Vertrag unterschrieben hat, ist, dass er im Moment keinen anderen hatte, der bereit war, die Ablöse zu zahlen.“ Hamann verglich die Situation mit der von Dayot Upamecano bei Bayern München, wo eine Ausstiegsklausel erst im nächsten Sommer greife. „Aber eine Ausstiegsklausel in zwei oder drei Monaten zu machen, halte ich für fatal. Das ist eine Vertragsverlängerung, bei der beide Parteien die Verlierer sind.“

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Ratschläge an die Fans

Der Experte ging in seiner Kritik sogar so weit, dass er Fans vom Kauf von Schlotterbeck-Trikots abriet. „Der Verein lebt von der Identifikation. Wenn ich Fan wäre oder ein Kind hätte, das ein Dortmund-Trikot will, dann würde ich versuchen, ihm auszureden, ein Schlotterbeck-Trikot zu wollen, weil er wahrscheinlich in zwei oder drei Monaten nicht mehr da ist.“

Hamann zeigte sich unverständlich über die Haltung des Vereins: „Ich verstehe nicht, dass der Verein da nicht hart geblieben ist – Ausstiegsklausel hin oder her. Ja, soll er sie im nächsten Sommer bekommen, aber doch nicht in zwei Monaten.“

Hintergrund des Schlotterbeck-Deals

Der Nationalspieler hatte monatelang mit der Unterschrift unter einen neuen BVB-Vertrag gezögert, bevor er schließlich bis 2031 unterschrieb – mit der umstrittenen Ausstiegsklausel. Die Höhe dieser Klausel liegt im Bereich von 50 bis 60 Millionen Euro.

Die Fans reagierten beim Heimspiel gegen Leverkusen (0:1) bereits mit vereinzelten Pfiffen gegen Schlotterbeck. Hamann äußerte auch Zweifel an den finanziellen Vorteilen für Dortmund: „Das Geld, das die Dortmunder mehr bekommen werden, werden sie wahrscheinlich wieder bezahlen müssen, weil das Transferfenster schon etwas weiter fortgeschritten ist.“

Die Diskussion um Schlotterbecks Vertrag und die kurzfristige Ausstiegsklausel zeigt, wie kontrovers solche Vereinbarungen im modernen Fußball bewertet werden – insbesondere wenn sie die Identifikation der Fans mit ihrem Verein beeinträchtigen könnten.

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