Hansa Rostock im Aufstiegskampf: Tausende Fans begleiten Kogge zum entscheidenden Auswärtsspiel
In der englischen Woche des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock steht das nächste entscheidende Spiel an. Nur vier Tage nach dem 3:2-Heimerfolg gegen Rot-Weiss Essen empfängt die Kogge am Mittwoch um 19 Uhr in der Heinz-von-Heiden-Arena in Hannover den TSV Havelse. Mehr als 4000 begeisterte Fans werden ihre Mannschaft zu diesem wichtigen Auswärtsspiel begleiten, wobei die Stadionkasse bereits um 17 Uhr öffnet.
Trainer Brinkmann warnt vor unterschätztem Gegner
Hansa-Trainer Daniel Brinkmann äußert sich trotz der Aufstiegsambitionen vorsichtig. „Das wird in der Vorbereitung eine Rolle spielen“, betont der 40-Jährige mit Blick auf die jüngste Leistung des TSV Havelse. Der stark abstiegsgefährdete Aufsteiger konnte erst am Sonntag dem neuen Dritten MSV Duisburg ein 1:1-Unentschieden abtrotzen. „Es war jetzt nicht das erste Mal, dass sie gegen ambitionierte Mannschaften der Liga punkten konnten. Das sollte uns Warnung genug sein“, so Brinkmann weiter.
Unschöne Erinnerungen an das Hinspiel
Die Norddeutschen blicken mit gemischten Gefühlen auf das Hinspiel zurück. Nach einem frühen 0:1-Rückstand in der fünften Minute und einer roten Karte für Ahmet Gürleyen nur vier Minuten später rettete Hansa Rostock lediglich einen Punkt. „Ich werde jetzt keine Weltauswahl draus machen, sondern den Jungs ein realistisches Bild geben“, erklärt der Trainer. „Havelse hat Stärke, aber auch Schwächen. Da wollen wir dann zupacken“.
Vorteile durch Spielortwechsel
Positiv bewertet Brinkmann den Umzug vom kleineren Eilenriedestadion in die große Arena von Zweitligist Hannover 96. „Der Vorteil ist, dass wir auf einem guten Platz spielen“, betont der Coach. Die Videoaufnahmen aus Havelse seien vielsagend: „Der eine oder andere hat sich dort sehr schwergetan“.
Rotation angesichts der Belastung
Mit Blick auf die Belastungen der englischen Woche und dem anstehenden Spiel am kommenden Samstag in Cottbus kündigt Brinkmann Veränderungen in der Startelf an. „Wir werden rotieren müssen, weil wir Spieler haben, die nicht bei 100 Prozent sind“, erklärt der Trainer. „Wenngleich das Spiel in Havelse absolute Priorität hat, dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir noch ein Spiel in Cottbus haben“. Das Team wird nach Schlusspfiff in Hannover direkt nach Cottbus reisen.
Im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg ist ein Auswärtssieg gegen den TSV Havelse im Grunde Pflicht – genau darin liegt jedoch auch die besondere Gefahr für die Rostocker. Die tausenden mitreisenden Fans hoffen auf drei wichtige Punkte im engen Aufstiegsrennen der 3. Liga.



