Champions-League-Kampf: Heidenheim-Spiel wird zur Schicksalsfrage für Bayer Leverkusen
Der Kontrast könnte kaum größer sein für Bayer 04 Leverkusen. Nach den hochkarätigen Duellen im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Arsenal (1:1/0:2) und dem Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern München (1:1) steht nun ein Auswärtsspiel auf der Ostalb an. Das Spiel beim Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim am Samstag um 15:30 Uhr wird für die Werkself zur entscheidenden Weichenstellung für den Rest der Saison.
Pflichtsieg für die Königsklasse
Für Leverkusen ist ein Sieg in Heidenheim absolute Pflicht, um im Rennen um die begehrte Teilnahme an der Champions League zu bleiben. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso darf sich in der Bundesliga keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben – andernfalls könnte die Königsklasse bald unerreichbar werden. Die Situation ist angespannt, doch Sportdirektor Simon Rolfes (44) sieht durchaus noch Möglichkeiten für sein Team.
„Wir sind in der Position des Jägers und nicht des Gejagten“, betont Rolfes. „Wir müssen den Druck auf die anderen Mannschaften hochhalten. Sie müssen unseren Druck spüren und dadurch vielleicht Punkte liegen lassen. Aber es liegt an uns, diese PS auf die Straße zu bringen.“ Die Leverkusener müssen also selbst aktiv werden und ihre Stärken ausspielen.
Rolfes fordert unbedingten Siegeswillen
Der Sportdirektor macht deutlich, was er von seiner Mannschaft erwartet: „Wenn wir diese Momente wieder erleben wollen, diese Spiele mit diesen Emotionen, die wir in diesem Jahr in der Champions League hatten, dann müssen wir den unbedingten Siegeswillen am Samstag in Heidenheim zeigen.“ Sein Nachsatz lässt keinen Raum für Zweifel: „Wir dürfen nicht da hinfahren und sagen: ‚Schauen wir mal, was passiert.‘ Nichts da – es gibt nur eines: Wir müssen auf Sieg spielen und das von der ersten Sekunde an ausstrahlen.“
Die Erinnerung an das überzeugende 6:0 im Hinspiel gegen Heidenheim, bei dem Patrik Schick (30) doppelt traf, gibt zwar Zuversicht. Doch die aktuelle Situation erfordert volle Konzentration und Einsatzbereitschaft.
Tapsoba weiß um die Herausforderung
Der für das Spiel gesperrte Innenverteidiger Edmond Tapsoba (26) kennt die Schwierigkeiten eines Auswärtsspiels in Heidenheim nur zu gut. Der Nationalspieler aus Burkina Faso, der seine fünfte gelbe Karte erhalten hat, erklärt: „Es ist immer schwierig, dort zu spielen. Wir müssen es gegen Heidenheim genauso wie gegen Arsenal angehen. Wir dürfen nicht auf die Teams vor uns schauen, sondern versuchen, wir selbst zu sein und mit unserer Identität aufzutreten. Das ist das Wichtigste.“
Tapsoba unterstreicht die Bedeutung der Champions League für den gesamten Verein: „Wir wissen, wie wichtig die Champions League ist und wie viel Freude der Wettbewerb uns, unseren Familien und unseren Fans macht. Wir werden alles geben, um auch wieder dabei zu sein.“ Seine Worte spiegeln die Entschlossenheit wider, die in der gesamten Mannschaft vorhanden sein muss.
Weichenstellung für die Zukunft
Das Spiel in Heidenheim wird nicht nur über die unmittelbare Tabellensituation entscheiden, sondern auch die weitere Entwicklung der Saison maßgeblich beeinflussen. Für Bayer Leverkusen geht es um mehr als nur drei Punkte – es geht um die Chance, auch in der kommenden Spielzeit im europäischen Fußball-Oberhaus vertreten zu sein.
Die Mannschaft muss beweisen, dass sie aus den Rückschlägen gegen Arsenal gelernt hat und die Konzentration auch gegen vermeintlich schwächere Gegner aufrechterhalten kann. Die kommenden Bundesliga-Spiele werden zeigen, ob Leverkusen die mentale Stärke besitzt, um den Druck im Kampf um die Champions-League-Plätze auszuhalten und erfolgreich zu sein.



