Emotionale Rückkehr: Benjamin Henrichs schildert harten Weg nach Verletzung
Nach einem schweren Achillessehnenriss und einer einjährigen Zwangspause hat sich RB Leipzigs Benjamin Henrichs zurückgekämpft. Der 29-jährige Verteidiger sammelte bereits sieben Einsätze, davon zweimal in der Startformation gegen Köln und Wolfsburg. Doch der Weg zurück auf den Rasen war weitaus beschwerlicher, als es die Statistiken vermuten lassen.
Dokumentation zeigt emotionale Momente
In der finalen Folge seiner YouTube-Dokumentation „Faith over Fear“ gewährt der 19-fache Nationalspieler intime Einblicke in seine Gefühlswelt. Besonders prägend war für Henrichs die erste Kadernominierung nach seiner Verletzung – ausgerechnet ein Jahr nach dem Achillessehnenriss und erneut im Spiel gegen Bayern München. Ein weiterer unvergesslicher Moment war sein tatsächliches Comeback auf dem Platz beim 3:0-Sieg in Heidenheim Ende Januar, wo er erstmals wieder für eine Minute eingewechselt wurde und überwältigenden Support von Teamkollegen und mitgereisten Fans erhielt.
„Der Moment war unfassbar emotional für mich“, gesteht Henrichs in der Doku. „Ich habe wirklich probiert, stark zu bleiben, ein Mann zu sein, nicht zu weinen. Aber ich hatte keine Chance. Es war in dem Moment einfach zu viel für mich, ich habe so viel Liebe erfahren. Es ist alles über mich gekommen.“
Herzensprojekt soll Mut machen
Über ein Jahr lang arbeitete Henrichs an diesem dokumentarischen Herzensprojekt. Auf YouTube schreibt er: „Faith Over Fear soll jetzt auch anderen Mut machen, weiterzukämpfen und nicht aufzugeben. Denn es lohnt sich! Mit dieser Folge geht diese Reise nun zu Ende. Ich bin unglaublich stolz auf diese Doku und sehr dankbar für das gesamte Team hinter Faith Over Fear sowie für alle, die diese Reise begleitet haben.“
Doch für den vielseitigen Verteidiger ist die Reise noch nicht beendet. Sein großer Traum bleibt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer. Mit dem unerschütterlichen Willen, den er während seiner Verletzungspause bewiesen hat, scheint selbst dieses ambitionierte Ziel nicht ausgeschlossen zu sein.
Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll, wie Henrichs nicht nur körperlich, sondern auch mental einen langen Heilungsprozess durchlaufen musste. Seine Offenheit gegenüber den emotionalen Herausforderungen macht seine Geschichte besonders berührend und könnte tatsächlich anderen Sportlern in ähnlichen Situationen als Inspiration dienen.



