Hertha-Explosion: Wie Julian Eitschberger zum Torjäger wurde und seine Karriere rettete
Er war draußen, spielte keine Rolle mehr und wollte nur noch weg. Kurz vor Weihnachten hinterlegte Julian Eitschberger (21) bei den Verantwortlichen von Hertha BSC seinen Wechselwunsch. Beim letzten Zweitliga-Hinrundenspiel gegen Bielefeld (1:1) strich Trainer Stefan Leitl (48) ihn sogar aus dem Kader. Die Karriere des Berliner Talents schien am Ende.
Das Machtwort des Trainers und die überraschende Wende
Doch dann kam die überraschende Trendwende. Ein klares Wort von Coach Stefan Leitl und ein Bekenntnis von Eitschberger zu Hertha im neuen Jahr katapultierten den Blondschopf plötzlich auf die Überholspur. Leitl erklärte dazu: „Es kam dieser Wunsch von Julian, eventuell sich zu verändern. Wir haben offen und ehrlich darüber gesprochen. Er hat sich eindeutig für uns entschieden. Damit war klar, dass er eine Option sein wird.“
Und was für eine Option! Weil Stammspieler Deyovaisio Zeefuik (27) sich am Knie verletzte und länger ausfällt, ist „Eitschi“ nun als Rechtsverteidiger gesetzt. Diesen Platz hat er sich laut Leitl mit herausragenden Trainingsleistungen redlich verdient.
Extralob vom Trainer und mentale Stärkung
„Eitschi hat sich super verhalten, hat permanent im Training versucht, das umzusetzen, was wir ihm mitgegeben haben. Es ist ein Berliner Junge, Herthaner durch und durch“, lobte Leitl den jungen Verteidiger. Nach Informationen der BILD arbeitete Eitschberger für seine spektakuläre Trendwende sogar privat mit Mental-Coach Heiko Hansen (58) zusammen.
Auch von der Hertha-Seite gab es eine klare Zusage: In der Rückrunde bekommt er seine Spielminuten. Dieses Vertrauen zahlt sich nun aus – und schlägt sich direkt in Toren nieder.
Die ersten Tore und die Erfüllung eines Traums
Gegen Darmstadt (2:2) und gegen Hannover (2:3) erzielte Eitschberger seine ersten beiden Saisontreffer. Anschließend schrieb der Rechtsfuß auf Instagram: „Was für ein Gefühl. Am Ende leider zu wenig. Wir machen weiter.“ Seit neun Jahren trägt der Berliner das Hertha-Trikot. Zwischendurch wurde er nach Halle (2023) und Essen (2024) ausgeliehen – immer mit dem großen Traum, im Olympiastadion aufzulaufen.
Jetzt kann er dort endlich zeigen, was in ihm steckt. Nach dem unglücklichen Pokal-Aus gegen Freiburg (5:6 n.E.) gab es sogar ein Extralob vom Trainer: „Eitschi hat ein richtig gutes Spiel gemacht, ist physisch absolut an sein Limit gegangen, hat gekämpft, bis er nicht mehr konnte“, so Leitl.
Die Zukunft des Berliner Talents
Mit viel Anlaufzeit ist Julian Eitschberger bei Hertha BSC nun endgültig angekommen. Spannend wird die Frage, wie es für den 21-Jährigen weitergeht, wenn er dieses Leistungsniveau halten kann. Sein Vertrag läuft noch bis 2027. Gespräche über die Zukunft des Verteidigers sollen bereits im Frühjahr stattfinden.
Die Geschichte von Julian Eitschberger zeigt eindrucksvoll, wie sich Enttäuschung in Triumph verwandeln kann – durch harte Arbeit, mentale Stärke und das Vertrauen eines Trainers, der an seine Spieler glaubt.



