Hertha-Frauen halten Aufstiegstraum lebendig - Männer enttäuschen erneut
Der Traum vom Doppelaufstieg ist für Hertha BSC geplatzt – zumindest bei den Männern! Während die Profis in der 2. Liga weiterhin hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleiben, liefern die Frauen überzeugende Leistungen ab und halten die blau-weiße Aufstiegshoffnung am Leben.
Männer verspielen Chancen, Frauen überzeugen
Hertha-Präsident Fabian Drescher (43) hatte vor der Saison große Ziele formuliert: „Wir haben alle richtig Bock, wir freuen uns auf eine geile Saison. Und ich wünsche mir, dass wir am Ende einen Doppelaufstieg feiern können.“ Doch diese Vision ist bereits zur Hälfte gescheitert. Mit der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern haben die Männer sämtliche Bundesliga-Aufstiegschancen verspielt.
Im krassen Gegensatz dazu präsentieren sich die Frauen in herausragender Form und setzen ihren erfolgreichen Lauf in der Regionalliga Nordost fort. Am vergangenen Sonntag besiegte die Elf von Cheftrainer Tobias Kurbjuweit (43) den 1. FC Magdeburg im Spitzenspiel im Olympiapark mit 3:1 und verteidigte damit den Platz an der Tabellenspitze.
Aufstieg in greifbarer Nähe
Die Aufstiegschancen liegen für die Hertha-Frauen vollständig in den eigenen Händen. Es fehlen lediglich noch zehn Punkte, dann wäre der erste Platz in der Regionalliga Nordost gesichert. In den verbleibenden fünf Partien müssen die Berlinerinnen nicht mehr in einem direkten Topspiel antreten.
Allerdings wartet nach einem möglichen Gewinn der Liga noch eine weitere Hürde: Die Meisterinnen müssen in die Relegation und dort gegen die Siegerinnen der Südwest-Staffel antreten, um den Traum von der 2. Bundesliga perfekt zu machen. Aktuell wäre das der 1. FC Saarbrücken als potenzieller Gegner.
Torjägerin Wellhausen als Schlüsselspielerin
Hertha-Stürmerin Elfie Wellhausen (20) schießt ihr Team mit beeindruckenden 16 Toren in nur 15 Spielen fast im Alleingang nach oben. Diese Leistung erfordert jedoch enormen Einsatz. Wellhausen gegenüber dem RBB: „Ich würde eher sagen, dass ich nebenbei studiere, als dass ich nebenbei Fußball spiele. Darauf liegt mein Fokus, Spiele und Training verpasse ich nie.“
Die junge Torjägerin hat klare Ziele vor Augen: „Der größte Traum ist, irgendwann in der Nationalmannschaft zu spielen. Mir ist es aber auch wichtig, mit dem Verein etwas zu erreichen. Dass man irgendwann Bundesliga oder sogar Champions League spielt.“
Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, und die nächste Pflichtaufgabe wartet bereits. Am kommenden Sonntag geht es auswärts gegen Turbine Potsdam, ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Aufstieg.
Kontrastreiche Entwicklung bei Hertha BSC
Die unterschiedliche Entwicklung bei Hertha BSC könnte kaum deutlicher sein:
- Die Männer haben alle Aufstiegschancen in der 2. Liga verspielt
- Die Frauen führen die Regionalliga Nordost an
- Torjägerin Elfie Wellhausen erzielt 16 Tore in 15 Spielen
- Nur noch zehn Punkte bis zum gesicherten ersten Platz
- Relegation gegen Südwest-Meister als mögliche letzte Hürde
Während die Männer bereits über die nächste Saison nachdenken müssen, kämpfen die Frauen weiter für den historischen Aufstieg und halten damit die Hertha-Hoffnungen am Leben.



