Hertha-Trainer Leitl zeigt klare Kante: Kapitän Reese zweimal früh ausgewechselt
Hertha: Kapitän Reese zweimal früh ausgewechselt

Hertha-Trainer Leitl zeigt klare Kante: Kapitän Reese zweichmal früh ausgewechselt

Bei Hertha BSC zeigt sich ein ungewohntes Bild: Kapitän Fabian Reese (28) musste beim 2:1-Sieg beim SC Preußen Münster bereits in der 73. Minute das Feld verlassen. Bereits in der Vorwoche gegen den 1. FC Nürnberg wurde der Dauerbrenner sogar schon in der 63. Minute ausgewechselt. Trainer Stefan Leitl (48) demonstriert damit nach dem verpatzten Aufstieg eine neue Linie und macht vor keinem Namen mehr Halt – auch nicht vor seinem Mannschaftskapitän.

Winkler wird zum Matchwinner

Die taktische Entscheidung des Trainers zahlte sich direkt aus. Während Reese in der ersten Halbzeit per Elfmeter traf, wurde sein Ersatz Marten Winkler (23) zum entscheidenden Matchwinner. In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Offensivspieler den Last-Minute-Siegtreffer und bescherte Hertha drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga.

Reese selbst zeigt sich sportlich: „Wir haben eine starke Bank, das macht uns erfolgreich, wir können nachlegen. Wenn ich in der 73. Minute rausgehe und der Siegtorschütze eingewechselt wird, bin ich mega happy. Es muss auf mehrere Schultern verteilt werden.“

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Reese fehlt gegen Bochum gesperrt

Gegen den VfL Bochum am 14. März wird Winkler von Beginn an spielen müssen. Reese kassierte in Münster seine fünfte Gelbe Karte der Saison und ist damit für das wichtige Heimspiel gesperrt. Der Wechsel in Münster war spätestens mit seiner Verwarnung kurz vor der Pause abgesprochen worden, um Winkler dringend benötigte Spielpraxis zu ermöglichen.

„Ich bin leider gesperrt nächste Woche. Marten muss in der Startelf spielen, er brauchte noch ein paar Minuten und mehr als nur fünf Minuten, so war der Plan“, erklärt Reese die taktischen Überlegungen.

Bochum als Gradmesser

Das bevorstehende Spiel gegen Bochum wird für Hertha ein echter Gradmesser. In der Hinrunde entschied der VfL die hitzige Partie mit 3:2 für sich. Reese betont: „Bochum ist eine sehr sehr gute Mannschaft. Mit ihnen haben wir aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Es tut mir im Herzen weh, nicht mitspielen zu können, aber wir haben eine starke Mannschaft.“

Trotz der beiden frühen Auswechslungen in Folge bleibt Reese für Hertha die statistisch stärkste offensive Kraft. In Münster sammelte er seinen 17. Scorerpunkt der Saison (7 Tore, 10 Vorlagen) – ein Top-Wert in der gesamten 2. Bundesliga!

Leitls neue Linie macht Schule

Die klare Kante von Trainer Leitl zeigt Wirkung im gesamten Kader. Auch Michael Cuisance (26) verlor zuletzt seinen Stammplatz, durfte gegen Münster aber wieder von Beginn an ran. Ganz aus dem Kader flog dagegen Pascal Klemens (21). Schon zuletzt – und auch in Münster – verzichtete Leitl auf den U20-Nationalspieler.

Im Hintergrund spielen dabei auch vertragliche Fragen eine Rolle. Klemens' Vertrag läuft im Sommer aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung stocken seit Längerem. Beim jungen Talent fehlt dem Verein ein klares Bekenntnis zur Zukunft bei Hertha BSC.

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