Hertha-Boss bestätigt Kontinuität im Trainer- und Management-Team
In einer klaren Ansage hat Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich (59) die Zukunft des Berliner Fußballvereins skizziert. Trotz des verpassten Bundesliga-Aufstiegs, der ursprünglich als Saisonziel ausgegeben wurde, bleiben sowohl Trainer Stefan Leitl (48) als auch Sportdirektor Benjamin Weber (46) an Bord.
Vertragsverlängerung für Leitl im Gespräch
Nach Informationen soll es aktuell sogar Gespräche über eine Verlängerung von Leitls Vertrag geben, der derzeit bis 2027 läuft. Damit will der Verein verhindern, dass der Trainer in der kommenden Spielzeit 2026/27 als sogenannte „lame duck“ (lahme Ente) startet. Ein auslaufender Vertrag würde Leitls Position nach jeder Niederlage sofort infrage stellen.
Görlich bekräftigte in einem Interview mit der FAZ: „Ja, Stefan Leitl bleibt Hertha-Trainer. Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut.“ Allerdings betonte der Geschäftsführer auch: „Aber Kontinuität ist nicht mit Mutlosigkeit zu verwechseln. Diese Gesamtorganisation muss sich daran gewöhnen, dass wir kompetitiver werden.“
Weber bleibt, aber mit eingeschränkten Kompetenzen
Auch Sportdirektor Benjamin Weber wird weiterhin Teil des Hertha-Teams sein. Görlich bestätigte auf Nachfrage: „Auch hier ja.“ Allerdings werden Webers Aufgabenbereiche durch die Verpflichtung des neuen Kaderplaners und Chefscouts Bastian Huber (46) eingeschränkt, wie bereits zuvor berichtet wurde.
Größte Transformation in der Vereinsgeschichte steht bevor
Görlich kündigte für Hertha BSC die größte Transformation im Fußball an und machte deutlich, dass der Verein dabei „Dinge verlieren“ wird. Gemeint sind damit vermeintliche Top-Stars wie:
- Fabian Reese
- Tjark Ernst
- Linus Gechter
- Wunderkind Kennet Eichhorn
Kaderreduzierung und Ausgabenanpassung notwendig
Der Hertha-Boss begründete die notwendigen Veränderungen mit der finanziellen Situation des Vereins: „Wir wissen, dass wir einen der teuersten Kader der Liga haben und uns die Kaderstrukturen eigentlich nicht leisten können in der Phase der Konsolidierung, in der wir gerade sind. Wir werden die Kadergröße reduzieren und die Ausgabenstruktur anpassen.“
Wie in den Vorjahren muss Hertha auch in der kommenden Transferperiode einen Transferüberschuss erzielen. Görlich erklärte dazu: „Wenn Angebote für Spieler reinkommen, müssen wir die aufgrund unserer Situation gewissenhaft prüfen und gemeinsam mit den Spielern Entscheidungen treffen. Wir sind nicht der Verein, der es sich leisten kann, Angebote für Spieler einfach wegzuatmen.“
Die Entscheidungen von Geschäftsführer Görlich markieren einen klaren Kurs für Hertha BSC: Kontinuität in der Führungsebene bei gleichzeitiger radikaler Umstrukturierung des Spielerkaders. Der Verein bereitet sich damit auf eine Phase der Konsolidierung vor, die schmerzhafte Abschiede von beliebten Spielern mit sich bringen wird.



