Hertha BSC: Pokal-Drama verarbeitet, Fokus jetzt voll auf Bundesliga-Aufstieg
Hertha: Pokal-Aus verarbeitet, Fokus auf Aufstieg

Hertha BSC: Vom Pokal-Drama zum Aufstiegsfokus

In einer dramatischen Nacht im Berliner Olympiastadion ist der Traum von Hertha BSC vom DFB-Pokalfinale im eigenen Stadion geplatzt. Nach einem denkwürdigen Viertelfinale gegen den Bundesligisten SC Freiburg, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, müssen die Berliner Fußballprofis ihre Hoffnungen auf einen Heimfinaleinzug begraben.

Emotionaler Zusammenbruch nach Elfmeter-Drama

Wie ein Häufchen Elend kauerte Pascal Klemens kurz vor Mitternacht im Strafraum. Mit dem Gesicht auf dem nassen Rasen schlug Herthas Pechvogel nach seinem vergebenen Elfmeter verzweifelt auf den Boden ein. Auch im 41. Anlauf platzte damit der Traum der Berliner vom Pokalfinale vor heimischer Kulisse nur zwei Schritte vor dem großen Ziel.

„Wir bauen den Jungen auf, es ist sicherlich keine leichte Situation für ihn. Wir fangen das auf als Team. Es ist natürlich trotzdem sehr traurig, dass wir dadurch nicht weitergekommen sind“, sagte Kapitän Fabian Reese nach dem emotional aufgeladenen Abend. Während die Freiburger Spieler von ihren Fans mit Bengalos und Gesängen frenetisch empfangen wurden, standen die niedergeschlagenen Hertha-Profis wie versteinert vor ihren Anhängern.

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Leere und Enttäuschung bei Hertha-Spielern

Torhüter Tjark Ernst brachte die Stimmung im Team auf den Punkt: „In mir ist gerade viel Leere“. Wie viele seiner Mitspieler hüllte er sich in ein Handtuch und verließ das Stadion so schnell wie möglich. Die Enttäuschung war den Spielern ins Gesicht geschrieben, nachdem sie dem Bundesligisten über 120 Minuten und im Elfmeterschießen alles abverlangt hatten.

Trainer Leitl schaltet in Angriffsmodus

Kurz nach Mitternacht schaltete Trainer Stefan Leitl bereits in den Angriffsmodus und wies seinen Spielern den Weg nach vorn. „Wir haben ein großes Ziel. Wenn wir das alle sieben Tage hinbekommen, was die Freiburger alle drei Tage schaffen, haben wir eine realistische Chance, unseren Traum Mitte Mai zu leben“, versprach der Hertha-Cheftrainer.

Das Pokalfinale am 23. Mai werden die Blau-Weißen nur als Zuschauer verfolgen müssen. Doch der Fokus richtet sich jetzt voll und ganz auf den Sonntag davor – den letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga. An diesem Tag könnte Hertha BSC die Rückkehr in die Bundesliga feiern.

Aufstiegschancen und mentale Regeneration

Aktuell belegt der Hauptstadt-Club Tabellenplatz sechs, sechs Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Vielleicht feiert Hertha in drei Monaten also doch eine große Party im Olympiastadion – nur mit einem anderen Motto: dem Aufstieg in die Bundesliga.

Kapitän Reese appellierte an seine Teamkollegen: „Ich würde die letzten fünf Minuten ausklammern. Sonst muss ich gar nichts verdrängen. Wir haben eine unglaubliche Leistung gebracht. Wir haben eine sehr gute Energie entfacht, die wir uns als Benchmark setzen müssen für die nächsten Wochen“.

Entscheidungswochen beginnen gegen Hannover 96

Die entscheidenden Wochen starten für die Berliner mit dem Heimspiel am Samstag gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Hannover 96. Die Frage ist, ob drei Tage Pause ausreichen, um das Pokal-Drama mental zu verarbeiten.

Trainer Leitl kündigte entsprechende Maßnahmen an: „Wir müssen nicht nur physisch regenerieren, sondern mental auch. Wir werden morgen definitiv frei machen, dass die Jungs mal den Kopf freibekommen“. Kapitän Reese unterstützte diesen Ansatz: „Wir müssen die 120 Minuten aus den Beinen bekommen und am Samstag die Elf auf das Feld schicken, die bereit ist, ein Feuerwerk abzubrennen“.

Obwohl das Pokal-Aus schmerzt, dient die starke Leistung gegen den Bundesligisten zugleich als Mutmacher für die kommenden Aufgaben. Die Berliner haben gezeigt, dass sie mit Top-Mannschaften mithalten können – eine wichtige Erkenntnis für den Aufstiegskampf in den verbleibenden Wochen der Saison.

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