Hertha BSC will nach Dresden-Krawallen sportlichen Fokus behalten
Die Nachwirkungen der schweren Krawalle in Dresden beschäftigen weiterhin den Zweitligisten Hertha BSC. Trainer Stefan Leitl betonte jedoch vor dem wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag, dass sein Team versucht, sich von den Nebengeräuschen zu lösen und den sportlichen Fokus beizubehalten.
Krawalle bleiben präsentes Thema
„Es ist ein präsentes Thema und du sprichst natürlich darüber“, erklärte Leitl im Vorfeld der Partie. Die Ausschreitungen beim Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende, an denen auch Berliner Anhänger beteiligt waren, hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Hertha BSC hatte die Vorfälle umgehend verurteilt.
Die Club-Verantwortlichen hätten jedoch alles getan, um die Mannschaft auf das Sportliche zu konzentrieren. „Dass wir uns auf das Sportliche konzentrieren konnten die Woche über“, so Leitl weiter. Die Berliner befinden sich mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen in einer guten Formphase und könnten noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen.
Intensiver Austausch mit allen Beteiligten
Hertha-Pressesprecherin Vera Krings gab bekannt, dass sich der Verein zu den Details der Ermittlungen und der Aufarbeitung aktuell nicht im Detail äußern könne. Allerdings sei die Geschäftsführung in intensivem Austausch mit verschiedenen Seiten.
„Unsere Geschäftsführung ist hier mit allen Seiten in einem sehr intensiven und fortlaufenden Austausch“, sagte Krings. Dazu zählen der DFB, die DFL, Sicherheitsbehörden und die Polizei. Auch mit Dynamo Dresden und der aktiven Fanszene von Hertha BSC finde derzeit noch ein Austausch statt.
Sportliche Ambitionen trotz personeller Engpässe
Aktuell liegt Hertha BSC fünf Punkte hinter dem dritten Platz, der zur Relegation berechtigt. Trainer Leitl äußerte die Hoffnung, dass das Team jetzt noch einmal nachlegen könne. Allerdings müssen die Berliner auf Josip Brekalo verzichten, der nach seiner Roten Karte in Dresden gesperrt ist.
Linus Gechter (Infekt) und Michaël Cuisance (muskuläre Probleme) sind fraglich für das Spiel gegen Kaiserslautern. Eine positive Nachricht ist die mögliche Rückkehr von Jungstar Kennet Eichhorn, der gegen Dynamo Dresden nach seiner Einwechslung den Siegtreffer vorbereitet hatte und nun eine Option für die Startelf sein könnte.
Das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern findet am Samstag um 13.00 Uhr statt und wird von Sky übertragen. Für Hertha BSC geht es dabei nicht nur um Punkte, sondern auch darum, ein sportliches Signal nach den turbulenten Ereignissen der vergangenen Woche zu setzen.



