Leverkusen – „Das sehen wir morgen!“ Mit einem Lächeln sprach Kasper Hjulmand (54) am Dienstagmittag diesen Satz aus. Es war seine inhaltsleere Antwort in der Pressekonferenz auf die Frage, ob im Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern (Mittwoch, 20.45 Uhr/ZDF und Sky) Janis Blaswich (34) die Chance im Tor bekommen würde.
Hjulmand könnte Blaswich belohnen
Hjulmand könnte Blaswich für seine hervorragenden Leistungen belohnen. Der Ex-Leipziger hatte Mark Flekken (32) zwischen Januar und März zuverlässig vertreten. Kaum war der Niederländer nach seiner Knie-Verletzung wieder bereit, kehrte er beim Bundesliga-3:3 in Heidenheim zurück ins Tor der Werkself. Intern wird davon ausgegangen, dass Flekken auch gegen die Bayern spielt.
Trainer hält sich bedeckt
Leverkusens Trainer gab seine Entscheidung nicht preis. Einerseits konsequent, um dem Gegner keine Informationen zu liefern. Andererseits vermied Hjulmand damit ein öffentliches Bekenntnis zu seiner Nummer 1 – und heizte die Torwart-Debatte ungewollt erneut an.
Viele Bayer-Fans sehen Flekken kritisch
Es ist seit Wochen ein brisantes Thema: Flekken ist als Nachfolger von Double-Kapitän und Klub-Legende Lukas Hradecky (36/jetzt AS Monaco) bislang nicht die erhoffte Verstärkung im Kasten. Viele Fans sehen ihn wegen seines teilweise riskanten Spielstils sehr kritisch und hätten sich gewünscht, dass Blaswich weiter im Tor bliebe.
Hjulmand begründet seine Wahl
Hjulmand sieht im niederländischen WM-Kandidaten Flekken den besseren Fußballer. „Es ist eine Entscheidung für die Art und Weise, wie wir spielen. Janis hat es sehr gut gemacht. Aber insgesamt hilft uns Mark jetzt und in der Zukunft mehr“, begründete der Bayer-Coach seine Wahl. Flekken selbst sagte nach dem 1:2 gegen Augsburg: „Die ganze Situation ist intern klar angesprochen, da gab es keine Verwirrung.“ Sollte sich an diesem Status im Pokal-Halbfinale etwas ändern, wäre es eine große Überraschung – und auch ein Rückschlag für Flekken.



