Hoeneß erzählt kuriose Tuchel-Anekdote: 'Hat Stanisic gefragt, ob er Deutsch kann'
Hoeneß: Tuchel fragte Stanisic, ob er Deutsch kann

Hoeneß plaudert pikante Anekdote über Tuchel aus

Im Podcast Auf eine weiß-blaue Tasse von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Uli Hoeneß einmal mehr gegen den ehemaligen Bayern-Trainer Thomas Tuchel ausgeteilt. Der Ehrenpräsident des FC Bayern erzählte eine kuriose Geschichte, die Tuchel in einem fragwürdigen Licht erscheinen lässt.

Tuchels fragwürdige Frage an Stanisic

"Den Stanisic hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann, obwohl er hier geboren ist. Das sind so Dinge, die nicht gehen", sagte Hoeneß wörtlich. Diese Anekdote zeigt nach Ansicht des Bayern-Patrons die problematische Herangehensweise des Ex-Trainers. Darüber hinaus habe Tuchel ständig Zweifel am Kader geäußert und die Qualität der Spieler infrage gestellt.

Hoeneß erinnerte sich: "Wenn nicht gut gespielt wurde, hat er sich nicht selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld. 'Mit dem rechten Verteidiger geht das nicht, Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler. Gravenberch kann ich überhaupt nicht gebrauchen'". Diese Haltung sei für einen Trainer unangemessen und habe das Team unnötig belastet.

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Nagelsmann bekommt sein Fett weg

Doch Tuchel ist nicht der einzige ehemalige Trainer, der von Hoeneß kritisiert wird. Auch der aktuelle Bundestrainer Julian Nagelsmann muss sich scharfe Worte anhören. Besonders der Umgang mit der Debatte um ein mögliches DFB-Comeback von Manuel Neuer stößt Hoeneß sauer auf.

Hoeneß wirft Nagelsmann fehlerhafte Kommunikation vor: "Man hätte den Manuel Neuer ohne das Theater auch noch vier Wochen vor der WM nominieren können und er hätte gespielt wie einst im Mai. Das ist die Gefahr bei Julian, dass er viel zu viele Dinge über die Medien macht". Als Beispiel nannte Hoeneß die öffentliche Kritik an Stuttgarts Stürmer Deniz Undav, die Nagelsmann mittlerweile bereut habe.

Der Bayern-Patron empfahl dem Bundestrainer: "Du musst heute deine Probleme intern lösen". Diese öffentliche Art der Kommunikation schade dem Teamgeist und untergrabe das Vertrauen innerhalb der Mannschaft.

Hoeneß fordert Kontinuität und klare Linie

Der Ehrenpräsident kritisierte zudem, dass Nagelsmann zu spät mit der WM-Vorbereitung beginne: "Ich will kein Nagelsmann-Bashing machen, aber was ich ihm vorwerfe ist, dass er jetzt noch junge Spieler dazuholt und testet, um den Medien gerecht zu werden". Für Hoeneß sind Kontinuität und Selbstvertrauen entscheidende Faktoren für den Erfolg einer Nationalmannschaft.

Mittlerweile hat Nagelsmann den Hoffenheimer Oliver Baumann zu seinem WM-Schlussmann ernannt, nachdem Marc-André ter Stegen verletzt ausfiel. Neuer selbst hat ein Comeback zur WM 2026 mehrfach ausgeschlossen und betont, entspannt von außen auf das Turnier zu blicken.

Vision für die Bayern-Zukunft: Neuer als Urbig-Pate

In der Torhüterfrage beim FC Bayern hat Hoeneß eine klare Vorstellung für die Zukunft. Er wünscht sich, dass Manuel Neuer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag noch einmal verlängert: "Wenn es nach mir geht, würden wir versuchen, ihn noch ein Jahr zu behalten und ihn zu bitten, ein Patronat für den Jonas Urbig zu machen".

Bei dieser Patenschaft soll Neuer in der nächsten Saison gelegentlich auf Einsätze zugunsten seines 22-jährigen Stellvertreters verzichten. Von Urbig halte man im Verein "sehr viel", so Hoeneß, der dem jungen Torwart mittlerweile sogar das Erbe Neuers zutraut. Eine bemerkenswerte Entwicklung, denn anfangs war Hoeneß von dem früheren Kölner nicht überzeugt.

Die Aussagen von Uli Hoeneß zeigen einmal mehr, dass der einflussreiche Bayern-Patron auch im Ruhestand nicht mit Kritik an ehemaligen und aktuellen Trainern zurückhält. Seine klaren Worte zu Tuchel und Nagelsmann werden sicherlich weiter für Diskussionen im deutschen Fußball sorgen.

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