Hoffenheim stolpert in Köln - Ache mit Traumtor zum Remis
Die TSG Hoffenheim hat im intensiven Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze beim 1. FC Köln einen wichtigen Auswärtssieg verpasst. Die Kraichgauer kamen am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga lediglich zu einem 2:2 (1:1) - maßgeblich beeinflusst durch ein überragendes Tor des Kölner Angreifers Ragnar Ache. Damit hielt die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer zwar ihre beeindruckende Serie beim Lieblingsauswärtsspiel aufrecht und ist nunmehr seit über elf Jahren in Köln ungeschlagen, doch für die Tabellenambitionen war der Punktgewinn zu gering.
Spektakuläres Tor und medizinischer Notfall prägen Partie
Ragnar Ache brachte die Gastgeber bereits in der 15. Minute mit einem absolut sehenswerten Fallrückzieher in Führung - ein Treffer, der zweifellos Tor-des-Monats-Qualität besaß. Ozan Kabak glich für den Tabellendritten kurz vor dem Pausenpfiff aus, ehe Andrej Kramaric in seinem 350. Pflichtspiel für die TSG in der 60. Minute die Partie zunächst drehte. Doch nur drei Minuten später zeigte sich Said El Mala entscheidend: Nach seiner Vorlage zum 1:0 traf der Shootingstar selbst zum Endstand von 2:2.
Überschattet wurde das packende Duell von einem ernsten medizinischen Notfall auf der Tribüne, bei dem ein Fan reanimiert werden musste. Dieser Vorfall führte zu einer bedrückenden Stille im gesamten Müngersdorfer Stadion, die erst nach Aches Traumtor wieder durchbrochen wurde.
Kölns Offensivkonzept geht teilweise auf
Für die "absolute Herkulesaufgabe" gegen Hoffenheim setzte Kölns Trainer Kwasniok auf ein offensives Konzept mit "voller Überzeugung". Dabei vertraute der 43-Jährige auf den jungen Said El Mala, der für den ehemaligen Hoffenheimer Marius Bülter begann und bereits im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte. Aufgrund einer Verletzung von Jan Thielmann beim Aufwärmen kam Eric Martel kurzfristig zum Einsatz, während Ilzer der gleichen Startelf wie beim überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen Freiburg das Vertrauen schenkte.
Bei kühlen zehn Grad und Nieselregen sahen die 49.600 Zuschauer zunächst einen schleppenden Beginn, der durch den medizinischen Notfall zusätzlich gedämpft wurde. Nach Aches Geniestreich spielte die Heimmannschaft jedoch zunehmend mutig und schnörkellos auf und kam durch Jakub Kaminski (21.) und Martel (23.) zu weiteren guten Gelegenheiten.
Hoffenheims Chancenverwertung zu schwankend
Auch die TSG meldete sich im Spielgeschehen zurück, doch Andrej Kramaric scheiterte zunächst an Torhüter Marvin Schwäbe (29.). Besser machte es aus Hoffenheimer Sicht Ozan Kabak kurz vor der Halbzeit, der eine flache Hereingabe in die rechte Torecke versenkte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte die TSG zudem eine Riesenchance zur Führung, kam aber trotz eines sehenswert herausgespielten Angriffs zu keinem klaren Abschluss.
Nach der Pause drückte der Tabellendritte konsequent auf die Führung. Kramaric verwertete dann nach einem Lattentreffer per Abstauber zum zwischenzeitlichen 2:1. Doch die Freude währte nur kurz: Nur drei Minuten später lief El Mala aus der eigenen Hälfte los, traf wie schon im Hinspiel und beendete damit seine sechs Spiele andauernde Torflaute auf eindrucksvolle Weise.
Das 2:2 bedeutet für Hoffenheim einen Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze, während Köln einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf sicherte. Die Partie wird besonders durch Aches spektakuläres Tor und den ernsten medizinischen Vorfall in Erinnerung bleiben.



