Drei Elfmeter, aber kein Sieger: HSV und Bremen trennen sich 1:1 im Frauenfußball-Nordderby
HSV gegen Bremen: Drei Elfmeter, aber nur 1:1 im Nordderby

Drei Elfmeter, aber kein Sieger: HSV und Bremen trennen sich 1:1 im Frauenfußball-Nordderby

Im hochklassigen Nordderby der Frauenfußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen gab es gleich drei Elfmeter, aber am Ende keinen Sieger. Vor imposanten 12.276 Zuschauern im Volksparkstadion in Hamburg endete die Partie mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:0). Die Strafstoßtreffer von Sophie Hillebrand für den HSV in der 18. Minute und Larissa Mühlhaus für Werder Bremen in der 63. Minute sorgten für den Ausgleich.

Tabellensituation bleibt angespannt

Durch das Remis verpasste es der Tabellensechste Werder Bremen, sich weiter an die begehrten Champions-League-Plätze heranzukämpfen. Der Hamburger SV als Zwölfter der Tabelle konnte hingegen drei wichtige Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz retten. Die Partie war von Beginn an intensiv und ausgeglichen, wobei beide Teams bis zum Schluss auf den Sieg spielten.

Dramatische Elfmeterszenen entscheiden das Spiel

Die Schiedsrichterin Karoline Wacker hatte im Verlauf der Begegnung gleich drei Mal die entscheidende Pfeife für einen Strafstoß in der Hand:

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  • In der 18. Minute verwandelte Sophie Hillebrand einen Elfmeter für den HSV nach einem Foul von Michelle Ulbrich an Melanie Brunnthaler sicher.
  • Noch in der ersten Halbzeit gab es einen zweiten Elfmeter für Hamburg, nachdem Michelle Weiß die Hamburgerin Lotta Wrede zu Fall gebracht hatte. Diesmal scheiterte Hillebrand jedoch an Werder-Torhüterin Mariella El Sherif.
  • In der 63. Minute egalisierte die frühere Hamburgerin Larissa Mühlhaus für Werder Bremen, nachdem sie von Paulina Bartz gefoult worden war. Ihr Schuss ließ HSV-Torhüterin Lea Paulick keine Chance.

Kurz vor dem Abpfiff in der 93. Minute sah die zuvor ausgewechselte Bremerin Lina Hausicke wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte, was die emotionale Geladenheit des Derbys unterstrich.

Rekordkulisse im Volksparkstadion

Die 12.276 Besucher im Volksparkstadion bedeuteten einen neuen Zuschauerrekord bei einem Bundesliga-Heimspiel der HSV-Frauen. Dieser Erfolg unterstreicht das wachsende Interesse am Frauenfußball in Deutschland. Zum Vergleich: Im März des vergangenen Jahres waren beim Pokal-Halbfinale zwischen Hamburg und Bremen bereits 57.000 Zuschauer anwesend, was damals die deutsche Bestmarke darstellte. Diese wurde zu Beginn der laufenden Saison durch die 57.762 Fans beim Eröffnungsspiel zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen übertroffen.

Das Nordderby zeigte einmal mehr, dass der Frauenfußball in Deutschland nicht nur sportlich hochklassig ist, sondern auch immer mehr Fans begeistern kann. Beide Teams lieferten sich einen fairen und spannenden Kampf, der trotz der drei Elfmeterentscheidungen verdient unentschieden endete.

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