HSV-Trainer Polzin zu Nachholspiel gegen Leverkusen: „Nicht jammern“ trotz Dreifachbelastung
HSV-Trainer Polzin zu Leverkusen-Duell: „Nicht jammern“

HSV-Trainer Merlin Polzin zu Nachhol-Duell mit Leverkusen: „Nicht jammern“ trotz Dreifachbelastung

Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga kehrt noch einmal zurück: Der Hamburger SV empfängt Bayer Leverkusen zu einem Nachholspiel, das ursprünglich im Januar hätte stattfinden sollen. Diese Terminierung hat den Hanseaten eine ungewöhnliche Dreifachbelastung eingebracht – drei Spiele innerhalb von nur sechs Tagen – und für erhebliche Irritationen im Verein gesorgt.

Terminierung als Ärgernis für den HSV

Für den Hamburger SV bleibt die Ansetzung des Nachholspiels gegen Bayer Leverkusen ein anhaltendes Ärgernis. Trainer Merlin Polzin äußerte sich vor der Partie am Mittwochabend (20.30 Uhr/Sky) deutlich: „Man kann sicherlich davon ausgehen, dass dann die handelnden Personen bei uns im Verein schon noch mal nachgefragt haben, wie es denn dazu kam.“ Das Spiel des 17. Spieltags, das den Abschluss der Hinrunde bilden sollte, musste im Januar aufgrund eines heftigen Wintereinbruchs im Norden verschoben werden. Grund waren Sicherheitsbedenken wegen gestautem Tauwassers auf der Dachmembran des Stadions.

Diese Verschiebung führt nun zu einer anspruchsvollen Phase für die Hamburger: Nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig am Sonntag folgt das Duell mit Leverkusen und anschließend die Partie beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Drei Partien in sechs Tagen stellen eine ungewohnte Herausforderung für die Mannschaft dar.

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Polzins klare Botschaft: Kein Jammern erlaubt

HSV-Trainer Merlin Polzin stellte in seinen Vorbereitungen klar, dass es kein Raum für Beschwerden geben darf. „Wir wollen nicht jammern. Wir wollen auch überhaupt nicht daran denken, was Power angeht oder ob man müde ist oder nicht“, betonte er entschieden. „Ich will niemanden hören, der irgendwie sagt, dass er erschöpft ist.“ Diese Haltung ist umso bemerkenswerter, da die Hamburger auf wichtige Spieler verzichten müssen: In der Defensive fehlen die Vize-Kapitäne Nicolas Capaldo aufgrund einer Bauchmuskelverletzung und Miro Muheim wegen einer Gelb-Sperre.

Leverkusen unter Druck: Sieglos und mit schwachen Auftritten

Auf der Gegenseite steht Bayer Leverkusen, das in der Rückrunde bislang nicht richtig in Tritt kommt. Die Mannschaft ist seit drei Pflichtspielen sieglos und muss als Tabellensechster um die Qualifikation für die Champions League bangen. Zudem waren die jüngsten Auftritte der Leverkusener enttäuschend schwach. Bayer-Coach Kasper Hjulmand räumte dies ein: „Wir haben keine gute Leistung gezeigt, das wissen wir. Darum fahren wir nach Hamburg, um es besser zu machen.“

Der 53-jährige Trainer, der mit seiner Mannschaft im Pokalhalbfinale auf den FC Bayern trifft und im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in der kommenden Woche auf den FC Arsenal, zeigte sich dennoch optimistisch. „Wir machen schon viele Dinge gut, aber nicht alles“, kommentierte er die aktuelle Situation. Auf die aufkommende Kritik an seiner Person reagierte Hjulmand gelassen. Als er gefragt wurde, ob er Druck verspüre, weil Bayer den eigenen Ansprüchen in der Liga hinterherhinkt, antwortete er: „Ich habe gar kein Problem damit, das ist im Leben eines Trainers so.“

Dieses Nachholspiel verspricht somit nicht nur sportliche Spannung, sondern auch eine Prüfung der mentalen Stärke beider Teams unter besonderen Umständen.

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