HSV und FC Augsburg verpassen entscheidenden Schritt im Abstiegskampf
Der Hamburger SV und der FC Augsburg haben einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Das 1:1-Remis im ausverkauften Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern reicht für beide Mannschaften nicht aus, um Entwarnung zu geben. Beide Teams behalten zwar einen beruhigenden Vorsprung auf die Gefahrenzone, doch die Rettung ist noch nicht besiegelt.
Spielverlauf mit Höhen und Tiefen
Die Augsburger gingen durch Arthur Chaves in der 22. Minute in Führung, nachdem HSV-Verteidiger William Mikelbrencis ein Kopfballduell verloren hatte. Der Hamburger SV fand nur schwer ins Spiel und zeigte in der Anfangsphase wenig Ideen. Erst in der zweiten Halbzeit erhöhten die Hanseaten den Druck und Ransford Königsdörffer gelang in der 60. Minute der verdiente Ausgleich.
Doch nur vier Minuten später brachte sich der HSV selbst in neue Nöte: Miro Muheim foulte den auf das HSV-Tor eilenden Anton Kade und sah dafür die Rote Karte. Über 25 Minuten mussten die Hamburger zu Zehnt agieren, verteidigten den Punkt aber letztlich verdient.
Überraschende Personalie und bemerkenswerte Fairplay-Aktion
HSV-Trainer Polzin hatte überraschend Robert Glatzel in die Startelf beordert - erst der vierte Saisoneinsatz des Stürmers von Beginn an. Noch vor zwei Wochen hatte der Trainer den 32-Jährigen nach einem nicht abgestimmten Interview aus dem Kader gestrichen. Glatzel blieb im Spiel jedoch weitgehend ohne Wirkung.
Die bemerkenswerteste Aktion des Spiels lieferte Augsburgs Michael Gregoritsch. Sekunden vor der Pause korrigierte der Ex-HSVer eine Foul-Entscheidung von Schiedsrichter Deniz Aytekin an der HSV-Strafraumgrenze zu seinen Ungunsten. Gregoritsch räumte auf Nachfrage ein, dass er Fabio Vieira getroffen hatte - eine Geste, die sowohl vom Schiedsrichter als auch vom betroffenen Spieler gewürdigt wurde.
Chancenverwertung und defensive Stärke
In der ersten Halbzeit zeigten die Augsburger mit frühem Pressing die gefälligere Spielweise und kamen zu aussichtsreichen Situationen. Fabian Rieder (11.) und Michael Gregoritsch (4.) testeten HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes, doch wirklich gefährlich wurde es zunächst nicht.
Nach dem Führungstreffer hatten die Hamburger mehr Ballbesitz, aber weiterhin wenig Durchschlagskraft. Erst in der zweiten Halbzeit fanden sie zu mehr Offensivkraft. Auch in Unterzahl blieb der HSV gefährlich und verteidigte den Punkt letztlich mit viel Einsatz und Disziplin. In der 74. Minute verpasste Gregoritsch die Führung für Augsburg, als er den Ball aus kurzer Entfernung an den Pfosten setzte.
Beide Mannschaften müssen sich im Abstiegskampf weiter gedulden. Das Remis bringt zwar jeweils einen Punkt, doch der entscheidende Schritt zur Rettung bleibt aus. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob HSV und Augsburg die nötige Konstanz für den Klassenerhalt finden.



