FIFA-Chef Gianni Infantino bekräftigt Teilnahme des Iran an der WM 2026
Während eines offiziellen Besuchs beim künftigen WM-Gastgeber Mexiko hat FIFA-Präsident Gianni Infantino klare Worte zur Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gefunden. Trotz der angespannten politischen Lage im Nahen Osten und internationaler Diskussionen zeigt sich der oberste Fußballfunktionär entschlossen.
„Es gibt keinen Plan B“ – Infantinos eindeutige Botschaft
Im mexikanischen Fernsehen erklärte Infantino unmissverständlich: „Wir wollen, dass der Iran spielt, der Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen.“ Der FIFA-Präsident führte weiter aus: „Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A.“ Diese klare Positionierung unterstreicht die Entschlossenheit des Weltverbandes, sportliche Qualifikation über politische Erwägungen zu stellen.
Die iranische Nationalmannschaft habe sich sportlich für das Turnier qualifiziert und verdiene daher die Teilnahme. Infantino betonte, dass das Team „unter bestmöglichen Bedingungen“ antreten solle, da es nicht nur die Bevölkerung im Iran, sondern auch die iranische Diaspora weltweit repräsentiere.
Politische Komplexität und sportliche Planung
Allerdings räumte der FIFA-Chef ein, dass die politische Situation „sehr kompliziert“ sei. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten wirft Fragen zur Sicherheit und Logistik auf. Dennoch scheint der Weltverband entschlossen, an den bestehenden Plänen festzuhalten.
Die Vorrundenspiele des Iran sind bereits festgelegt:
- Auftaktspiel in Los Angeles gegen Neuseeland
- Zweites Gruppenspiel ebenfalls in Los Angeles gegen Belgien
- Abschlussspiel der Gruppenphase in Seattle gegen Ägypten
Das Teamquartier wurde bereits in Tucson, Arizona, gebucht. Interessanterweise schloss Infantino eine Verlegung der iranischen WM-Spiele nach Mexiko ausdrücklich aus, obwohl Mexiko als Co-Gastgeber der WM 2026 fungiert.
Hintergrund und Bedeutung der Aussagen
Die Äußerungen des FIFA-Präsidenten fallen in eine politisch sensible Phase. International gibt es immer wieder Diskussionen über den Umgang mit dem Iran im Sport. Infantinos Besuch in Mexiko dient nicht nur der Vorbereitung der WM, sondern auch der diplomatischen Abstimmung zwischen den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni bis 19. Juli in Nordamerika ausgetragen und ist die erste WM mit 48 teilnehmenden Mannschaften. Die Teilnahme des Iran wäre sportlich bedeutsam, da das Team zu den stärkeren asiatischen Vertretern zählt und bei vorherigen Turnieren bereits für Überraschungen sorgte.
Infantinos klare Positionierung zeigt, dass die FIFA trotz politischer Herausforderungen an ihrem Grundsatz festhalten will, dass sportliche Qualifikation den Ausschlag für die WM-Teilnahme geben soll. Ob diese Haltung in den kommenden Monaten aufrecht erhalten werden kann, bleibt angesichts der dynamischen geopolitischen Lage abzuwarten.



