Champions-League-Schmach: Inter Mailand stolpert in Norwegen gegen Bodö/Glimt
Die Fußballwelt reibt sich verwundert die Augen: Inter Mailand, der Finalist der vergangenen Champions-League-Saison, hat in den Playoffs zur Königsklasse eine peinliche 1:3-Niederlage beim norwegischen Underdog Bodö/Glimt kassiert. Das Hinspiel im eisigen Aspmyra-Stadion verloren die Nerazzurri sang- und klanglos, wobei sogar das einzige eigene Tor aufgrund eines umstrittenen Handspiels mehr als fragwürdig war. Nun muss Inter im Rückspiel im San Siro eine Glanzleistung erbringen, um doch noch das Achtelfinale zu erreichen – ein Ausscheiden würde einer massiven Blamage gleichkommen.
Italienische Presse spricht von einer Hölle in Bodö
Die heimischen Gazetten in Italien zeigen sich beeindruckt von den Norwegern und kritisieren scharf die Leistung ihres Topklubs. Die Gazzetta dello Sport titelt: „Bodö ist die Hölle, auch Inter geht unter: Norwegischer Hattrick und für das Rückspiel wird eine Glanztat nötig sein.“ Die Zeitung betont, dass die Norweger sich in ihrer Festung aus Kunstrasen und unter Schnee verschanzt hatten und dem Finalisten drei schwere Schläge versetzten.
Tuttosport zieht Parallelen zu Manchester City, das in der Gruppenphase ebenfalls im Aspmyra-Stadion scheiterte, und warnt: „Die Nerazzurri müssen sich dem Gesetz dieses Stadions beugen und im Rückspiel das Ergebnis umdrehen.“ Il Messaggero spricht von einer „unerwarteten kalten Dusche“, die Inter abschütteln muss, während Corriere dello Sport die Mannschaft als „gelähmt“ beschreibt und von einem „doppelten Albtraum“ berichtet. La Repubblica fordert eine „Glanzleistung im San Siro“, um das Achtelfinale noch zu erreichen.
Norwegische Medien feiern historischen Triumph
In Norwegen herrscht dagegen pure Euphorie. NRK jubelt: „Der beste norwegische Verein, den wir je gesehen haben. Bodö/Glimt ist die erste norwegische Mannschaft, die jemals ein K.o.-Spiel in der Champions League gewonnen hat.“ Dagbladet staunt: „Die Fußballwelt reibt sich die Augen. Der Tabellenführer der Serie A wurde auf dem Kunstrasen überrollt – das ist die brutalste Serie, die ein norwegischer Verein je hingelegt hat.“ Das Blatt fragt sich fassungslos: „Wo soll das enden?“ Aftenposten fasst knapp zusammen: „Glimt schockte Inter und kann jetzt weiterkommen.“
Die Norweger reisen mit einem komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung im Gepäck nach Mailand und haben damit eine historische Chance, in das Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Für Inter Mailand hingegen wird das Rückspiel zur alles entscheidenden Prüfung, um die Schmach von Bodö zu tilgen und die Königsklasse nicht vorzeitig verlassen zu müssen.



