Iran drohen bei WM-Rückzug Millionenverluste und Ausschluss von WM 2030
Iran drohen Millionenverluste und WM-Ausschluss bei Rückzug

Iran drohen bei WM-Rückzug massive finanzielle Konsequenzen und sportliche Sanktionen

Angesichts der eskalierenden Situation im Nahen Osten steht die Teilnahme des Iran an der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft auf wackligen Beinen. Ein freiwilliger Rückzug des asiatischen Fußballverbandes hätte erhebliche finanzielle Folgen und könnte sogar den Ausschluss von der WM 2030 nach sich ziehen.

Hohe Strafzahlungen und Rückforderungen drohen

Wie aus den offiziellen FIFA-Regularien für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada hervorgeht, sieht Artikel 6.2 klare Sanktionen für absagende Mannschaften vor. Bei einem Rückzug mehr als 30 Tage vor Turnierbeginn fallen 250.000 Schweizer Franken (etwa 275.000 Euro) an Strafgebühren an. Wird die Absage kurzfristiger getätigt, verdoppelt sich diese Summe auf 500.000 Schweizer Franken (rund 550.000 Euro).

Zusätzlich müsste der Iran sämtliche von der FIFA erhaltenen Vorbereitungsgelder zurückerstatten. Jedes qualifizierte Team erhält vom Weltverband 1,5 Millionen US-Dollar zur Deckung der Vorbereitungskosten. Diese Summe wäre bei einem Rückzug vollständig zurückzuzahlen.

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Verlust von Millionenprämien und WM-Ausschluss 2030

Neben den Strafzahlungen entgehen dem Iran erhebliche Einnahmen aus dem WM-Preisgeld. Die Mannschaften, die bei der Weltmeisterschaft die Plätze 33 bis 48 belegen, erhalten ein Mindestpreisgeld von neun Millionen US-Dollar. Für den Iran bedeutete ein Rückzug somit den Verzicht auf eine sechsstellige bis siebenstellige Prämie.

Die Konsequenzen könnten noch weitreichender sein: Laut FIFA-Regelwerk riskiert der Iran bei einem Boykott der aktuellen WM einen Ausschluss von der WM 2030. Alternativ könnte auch der FIFA-Rat mit seinen 32 Mitgliedern über einen Ausschluss des Iran abstimmen, unabhängig von einem freiwilligen Rückzug.

Sportliche Perspektiven und mögliche Nachrücker

Der Iran soll bei der WM in den USA in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten antreten. Der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj äußerte sich am Wochenende pessimistisch: „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken.“ Die aktuelle Situation werde auch in sportlichen Betrachtungen thematisiert und erfordere eine klare Entscheidung.

Sollte der Iran tatsächlich seine Teilnahme absagen, käme vermutlich eine andere asiatische Mannschaft als Nachrücker in Frage. Als wahrscheinlichste Kandidaten gelten:

  • Der Irak
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate

Beide Mannschaften hatten zuvor in den interkontinentalen Playoffs um den letzten WM-Platz gegeneinander gespielt und wären somit natürliche Anwärter auf den freien Startplatz.

Die Entscheidung des Iran steht unter enormem Druck – sowohl politisch als auch finanziell. Die Kombination aus hohen Strafzahlungen, Rückforderungen und dem Risiko eines langfristigen WM-Ausschlusses stellt den Verband vor eine äußerst schwierige Abwägung.

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