Infantino bekräftigt: Iran nimmt trotz Krieg mit USA an WM teil
Iran nimmt trotz Krieg mit USA an WM teil

FIFA-Präsident bestätigt: Iranische Nationalmannschaft startet bei WM in den USA

Knapp zwei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Teilnahme des Iran am Turnier bekräftigt. Trotz des anhaltenden Krieges zwischen dem Iran und den USA werde die iranische Mannschaft „auf jeden Fall“ bei der WM antreten, erklärte Infantino auf dem „Invest in America Forum“ des Senders CNBC in Washington.

Infantino betont Bedeutung der WM-Teilnahme für Iran

„Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher“, stellte der FIFA-Präsident klar und unterstrich die große Bedeutung der Teilnahme für das Land. „Sie vertreten ihr Volk. Sie sind sportlich qualifiziert. Die Spieler wollen unbedingt spielen“, führte Infantino aus, der das Team vor zwei Wochen in Antalya persönlich getroffen hatte.

Der iranische Teamchef Amir Ghalenoei hatte sich zuletzt ebenfalls zuversichtlich gezeigt und erklärt: „Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun.“ Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich optimistisch, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe Bestand habe.

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Entscheidung liegt beim Nationalen Sicherheitsrat

Die endgültige Entscheidung über eine WM-Teilnahme soll vom Nationalen Sicherheitsrat des Iran in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden. Dieses höchste Entscheidungsgremium steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian.

Sportminister Donjamali hatte zudem die Bedingung gestellt, dass die USA die Sicherheit von Spielern und Trainerstab gewährleisten müssten. US-Präsident Donald Trump hatte im März auf seinem Netzwerk „Truth Social“ geschrieben, die iranische Mannschaft sei zwar bei der WM „willkommen“, er halte es aber „wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit“.

Direkte Gespräche ohne greifbares Ergebnis

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad erstmals seit Kriegsbeginn vor eineinhalb Monaten direkte Gespräche geführt, die jedoch ohne konkretes Ergebnis endeten. „Wir hoffen natürlich, dass sich die politische Lage bis zum WM-Start beruhigt hat“, sagte Infantino in Washington.

Die drei Vorrundenspiele des Iran gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und in der Nähe von Los Angeles geplant. Einen iranischen Wunsch, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA bereits abgelehnt.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. Die Teilnahme des Iran bleibt damit trotz der angespannten politischen Lage zwischen Teheran und Washington vorerst gesichert, wobei die endgültige Entscheidung noch beim iranischen Nationalen Sicherheitsrat liegt.

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