Iranischer Fußballverband weist Trumps WM-Warnung entschieden zurück
Der iranische Fußballverband hat die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer scharf zurückgewiesen. Trump hatte zuvor Sicherheitsbedenken geäußert und erklärt, dass eine Teilnahme des Irans nicht angemessen sei.
„Niemand kann uns ausschließen“ – Iran kontert auf Instagram
In einer offiziellen Stellungnahme auf der Plattform Instagram ließ der Verband verlauten: „Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen.“ Weiter hieß es in der deutlichen Kritik: „Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel 'Gastgeber' trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten.“
Trumps Sicherheitsbedenken und die Reaktion aus Teheran
US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social zwar betont, dass der Iran bei der XXL-Endrunde willkommen sei. Gleichzeitig äußerte der 79-Jährige jedoch erhebliche Zweifel: „Aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist – um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen.“
Der iranische Fußballverband konterte diese Aussagen umgehend und verwies auf die Zuständigkeit der FIFA: „Die FIFA trifft die Entscheidungen – und nicht ein einzelnes Land.“ Damit stellt Teheran klar, dass man sich nicht von politischen Äußerungen einschüchtern lassen will.
Unsicherheit über WM-Teilnahme des Iran
Die Teilnahme des iranischen Nationalteams an der Weltmeisterschaft steht derzeit auf wackligen Beinen. Bereits in der Vergangenheit hatten sowohl Irans Sportminister Ahmad Donjamali als auch Verbandschef Mehdi Tadsch eine WM-Teilnahme angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten infrage gestellt.
Die Männer-Endrunde findet in den USA, Kanada und Mexiko statt und beginnt am 11. Juni. Der Iran ist in eine Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten gelost worden. Alle drei Gruppenspiele der Iraner sollen in den Vereinigten Staaten ausgetragen werden.
Politische Spannungen als Hintergrund
Die aktuellen Diskussionen finden vor dem Hintergrund anhaltender politischer Spannungen statt. Seit Ende Februar greifen die Vereinigten Staaten und Israel den Iran an, der seinerseits Gegenschläge ausführt. Diese angespannte Sicherheitslage wirft Fragen über die Durchführbarkeit der WM-Spiele auf.
Der iranische Fußballverband betont jedoch entschieden, dass man sich nicht von äußeren Einflüssen beeindrucken lassen werde. Die klare Botschaft aus Teheran lautet: Die Entscheidung über eine WM-Teilnahme liegt bei der FIFA und nicht bei einzelnen Nationen.



