Italien nach Playoff-Sieg: Vorläufige Befreiung von WM-Alpträumen
Italien nach Playoff-Sieg: Befreiung von WM-Alpträumen

Italiens Fußballer atmen nach Playoff-Sieg vorerst auf

Die italienische Nationalmannschaft hat einen wichtigen Schritt in Richtung Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gemacht. Mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Nordirland in Bergamo zogen die Azzurri ins Finale der Qualifikations-Playoffs ein. Dieser Sieg bedeutet eine vorläufige Befreiung von den WM-Alpträumen der vergangenen Jahre.

Befreiung von den „Monstern“ der Vergangenheit

Mittelfeldspieler Sandro Tonali, der mit seinem Treffer in der 56. Minute die Führung erzielte, beschrieb die psychologische Last: „Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist.“ Sowohl 2018 als auch 2022 war Italien in den Playoffs gescheitert und hatte die WM verpasst – eine schwere Bürde für den viermaligen Weltmeister.

Die Nervosität war im Spiel gegen Nordirland deutlich spürbar. „Wir waren nervös und ängstlich“, räumte Tonali ein. Erst sein Tor und der Treffer von Moise Kean in der 80. Minute brachten die entscheidende Beruhigung. „Wir haben uns aber von allem befreit“, betonte der Newcastle-United-Profi.

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Enormer Druck auf den Schultern der Spieler

Die Last auf den italienischen Spielern war enorm. Die Tageszeitung „Gazzetta dello Sport“ hatte am Spieltag Fotos von jugendlichen Fans und Kindern auf ihrer Titelseite gedruckt, um zu verdeutlichen, dass eine ganze Generation noch nie Italien bei einer Weltmeisterschaft gesehen hat.

Juventus-Routinier Manuel Locatelli gab zu: „Wir haben diese enorme Verantwortung gegenüber den Kindern gespürt.“ Stürmer Moise Kean schilderte seine Emotionen nach seinem Tor noch eindringlicher: „Nach meinem Tor habe ich das ganze Land auf meinen Schultern gespürt.“

Nur noch ein Sieg zum WM-Ticket

Trotz der Erleichterung nach dem Erfolg mahnten alle Beteiligten zur Vorsicht. Im Finale der Playoffs wartet am Dienstag in Zenica, Bosnien, eine schwere Aufgabe gegen die bosnische Nationalmannschaft um Altstar Edin Dzeko.

Sandro Tonali warnte: „Wir werden noch mindestens 90 Minuten durch das Feuer gehen müssen.“ Nationaltrainer Gennaro Gattuso zeigte sich zuversichtlich und verwies auf den Druck, der auch bei den Gegnern lastet: „Den Druck, den wir verspüren, den haben auch die anderen.“

Nach den bitteren Playoff-Debakeln gegen Schweden 2018 und Nordmazedonien 2022 hoffen die Italiener nun auf das Happy End in Bosnien. Nur noch ein Sieg trennt sie vom begehrten WM-Ticket für den Sommer 2026.

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