Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch retten
Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra retten (20.04.2026)

Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch retten

Die Trauer in Italien über das erneute Qualifikations-Aus für eine Fußball-Weltmeisterschaft ist weiterhin riesig. Die stolze Fußball-Nation hat zum dritten Mal in Folge die direkte Qualifikation verpasst – und das trotz eines Teilnehmer-Rekords von 48 Nationen bei der WM 2026. Nach der bitteren 2:5-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina schien für die Squadra Azzurra endgültig Schluss zu sein. Auch Nationaltrainer Genaro Gattuso warf frustriert das Handtuch.

Die Fifa-Sonderregel als Rettungsanker

Aber: Durch eine spezielle Regelung des Weltfußballverbandes Fifa könnte Italien doch noch zur WM reisen. Der Schlüssel dazu liegt in der aktuellen Platzierung Italiens in der Fifa-Weltrangliste – und in den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen dem Iran und den USA ist es nicht ausgeschlossen, dass der Iran nicht zur WM antreten kann. Je nach Entwicklung der Kriegssituation könnte dem asiatischen Land die Einreise verweigert werden, oder es verzichtet freiwillig auf die Teilnahme am Turnier. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf ließ bereits verlauten, man sei noch „weit von einer Einigung entfernt“.

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Der 13. Mai als entscheidendes Datum

Der Iran hatte zuvor vorgeschlagen, die Gruppenspiele nicht in den US-Städten Los Angeles und Seattle, sondern in Mexiko auszutragen. Diesen Vorschlag lehnte die Fifa jedoch ab. Jetzt rückt der 13. Mai 2026 in den Fokus: An diesem Tag endet eine Frist des Weltverbandes. Bis dahin muss der Iran final mitteilen, ob er an der WM teilnimmt oder nicht. Sollte danach ein Rückzug erfolgen, droht dem Verband eine Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro.

Falls der Iran tatsächlich der WM fernbleibt, müsste die Fifa ein Ersatzteam nachnominieren. Laut Artikel 6,7 des WM-Reglements kann der Weltverband in einem solchen Szenario „einen anderen Verband nach freier Wahl“ als Ersatzteam bestimmen.

Drei mögliche Szenarien für einen Ersatz

Hier ergeben sich drei denkbare Möglichkeiten:

  1. Ein asiatisches Land erhält den Platz: Einen ähnlichen Fall gab es bereits vor 34 Jahren, als Dänemark aufgrund des Balkankrieges für das ausgeschlossene Jugoslawien nachrückte und anschließend sogar Europameister wurde.
  2. Eine zusätzliche Play-off-Runde: Die Fifa könnte eine zusätzliche Qualifikationsrunde mit vier nicht qualifizierten Nationen organisieren – zwei aus Europa und zwei aus Asien. Allerdings ist dies aufgrund des engen Rahmenterminkalenders und der Kurzfristigkeit kaum realisierbar.
  3. Die bestplatzierte Mannschaft der Weltrangliste: Die Fifa könnte beschließen, die in der Weltrangliste bestplatzierte nicht qualifizierte Mannschaft nachzunominieren – das wäre aktuell Italien auf Platz 12. Viele Funktionäre wünschen sich Italien bei der WM, da die Squadra Azzurra traditionell für hohe TV-Quoten sorgt.

Politische Einflüsse und Unsicherheiten

Fifa-Präsident Gianni Infantino betonte zwar kürzlich, dass es „Plan A“ sei, dass der Iran zur WM fahre, und dass es keinen „Plan B“ gebe. Allerdings dürfte Infantino angesichts der angespannten politischen Gemengelage nicht das letzte Wort haben. US-Präsident Donald Trump äußerte sich bereits Mitte März kritisch: „Sie (Iran) sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens.“

Würde Italien tatsächlich ein Freilos erhalten, würde das Team nicht – wie im Falle einer Qualifikation über die Playoffs – auf die Schweiz treffen, sondern in die ursprüngliche Iran-Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten eingeteilt werden. Für die italienischen Fans und die gesamte Fußballwelt bleibt die spannende Frage: Wird die Squadra Azzurra doch noch zur WM 2026 reisen dürfen?

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