Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch nach Nordamerika bringen
Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra retten (21.04.2026)

Italiens WM-Traum lebt weiter: Fifa-Sonderregel als Rettungsanker

Trotz des demütigenden Ausscheidens in der WM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina mit einem 2:5 im Elfmeterschießen könnte die italienische Nationalmannschaft, die Squadra Azzurra, doch noch an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen. Die Trauer in der stolzen Fußballnation, die zum dritten Mal in Folge die Qualifikation verpasst hat, könnte sich in Hoffnung verwandeln. Grund dafür ist eine spezielle Regelung des Weltfußballverbandes Fifa, die im Zusammenhang mit der politischen Krise im Nahen Osten relevant werden könnte.

Politische Spannungen als Schlüsselfaktor

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat direkte Auswirkungen auf die WM-Planungen. Es besteht die reale Möglichkeit, dass der Iran nicht zur Weltmeisterschaft in Nordamerika reisen kann oder wird. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gab bekannt, dass man von einer Einigung noch weit entfernt sei. Der Iran hatte bereits vorgeschlagen, seine Gruppenspiele nicht in den USA, sondern in Mexiko auszutragen, was die Fifa jedoch ablehnte.

Entscheidend wird der 13. Mai 2026 sein, an dem eine Frist des Weltverbandes endet. Bis zu diesem Datum muss der Iran final mitteilen, ob er teilnimmt oder nicht. Ein Rückzug nach diesem Termin würde eine Geldstrafe von 500.000 Euro nach sich ziehen. Sollte der Iran tatsächlich fernbleiben, müsste die Fifa gemäß Artikel 6,7 des WM-Reglements ein Ersatzteam bestimmen.

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Drei mögliche Szenarien für einen Ersatz

Der Weltverband hat mehrere Optionen, wie mit einer möglichen Lücke im Teilnehmerfeld umgegangen werden könnte:

  1. Direkte Nachnominierung eines asiatischen Landes: Ein ähnlicher Fall ereignete sich bereits vor 34 Jahren, als Dänemark aufgrund des Balkankrieges für das ausgeschlossene Jugoslawien nachrückte und anschließend sogar Europameister wurde.
  2. Zusätzliche Play-off-Runde: Die Fifa könnte eine zusätzliche Qualifikationsrunde mit vier nicht qualifizierten Nationen organisieren – zwei aus Europa und zwei aus Asien. Allerdings ist dieses Szenario aufgrund des engen Rahmenterminkalenders und der Kurzfristigkeit kaum praktikabel.
  3. Weltranglisten-Lösung: Die wahrscheinlichste Option wäre die Nominierung der in der Fifa-Weltrangliste bestplatzierten nicht qualifizierten Mannschaft. Italien befindet sich aktuell auf dem 12. Rang und wäre damit der primäre Kandidat. Viele Funktionäre befürworten diese Lösung, da die Squadra Azzurra traditionell für hohe TV-Quoten sorgt.

Politische Einflussfaktoren und mögliche Gruppeneinteilung

Fifa-Präsident Gianni Infantino betonte zwar, dass der Iran zur WM fahren solle und es keinen Plan B gebe, doch die politischen Realitäten könnten diese Position überlagern. US-Präsident Donald Trump äußerte sich bereits im März kritisch: "Sie (Iran) sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens."

Sollte Italien tatsächlich den Iran ersetzen, würde die Mannschaft nicht – wie bei einer Qualifikation über Play-offs – auf die Schweiz treffen, sondern in die ursprüngliche Iran-Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten eingeteilt werden. Diese Entwicklung würde dem italienischen Fußball eine unerwartete zweite Chance bieten, nachdem Nationaltrainer Genaro Gattuso nach dem Ausscheiden frustriert das Handtuch geworfen hatte.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die politischen Entwicklungen im Nahen Osten den italienischen Fußballfans doch noch ein WM-Märchen bescheren können. Die Hoffnung ist jedenfalls zurückgekehrt in das Land, das eigentlich schon mit seinem dritten Qualifikations-Aus in Folge abgeschlossen hatte.

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