„Unfassbar unverschämt“: Ittrich verteidigt Welz nach Pokal-Eklat
Ittrich verteidigt Welz nach Pokal-Eklat

Die Diskussionen um das Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg (2:1 n.V.) reißen nicht ab. Nachdem Schiedsrichter Tobias Welz für ein nicht gegebenes Tor der Freiburger heftig kritisiert wurde, hat sich nun sein Schiri-Kollege Pattrick Ittrich schützend vor ihn gestellt. Im Sport1-Doppelpass ging Ittrich scharf gegen diejenigen vor, die sich nach der Partie abfällig über Welz geäußert hatten.

Ittrich: „Unfassbar unverschämt“

Ittrich ließ seinem Ärger freien Lauf: „Ich muss eine Sache loswerden: Ich finde es unfassbar unverschämt, dass ein Schiedsrichter an einer Szene kaputtgeredet wird. Das möchte ich nicht! Das muss ich in aller Deutlichkeit sagen.“

Hintergrund der Aufregung: In der 91. Minute hatte Welz bei einem Zweikampf zwischen Lucas Höler und VfB-Verteidiger Jeff Chabot ein Foul gesehen und das anschließende Tor der Freiburger aberkannt. Der VAR griff nicht ein. Der DFB räumte kurz darauf eine Fehlentscheidung ein.

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Undav attackiert Welz

Die Freiburger waren empört. Auch Stuttgart-Star Deniz Undav äußerte seinen Unmut über Welz. Der Nationalspieler erklärte, ein Schiedsrichter könne keinen „krasseren Fehler“ machen. Zudem sagte Undav: „Ich mag den eh nicht.“ Sport1-Experte Stefan Effenberg bezeichnete die Fehlentscheidung als „Skandal“.

Ittrich bewertete die Szene differenziert: „Dieser Fehler ist elementar. Er hat einen Fehler gemacht, der ist erklärbar. Es ist trotzdem kein Foul. Er guckt von hinten auf die Situation und sieht ein Ellenbogenvergehen und hat das gepfiffen und falsch beurteilt.“ Welz selbst würde sich darüber am meisten ärgern.

„Tobias Welz ist ein Guter“

Der Schiri-Kollege, der wie Welz nach der Saison seine Karriere beenden wird, sagte abschließend: „Wenn ein Spieler einen Fehler macht, der elementar ist, dann sitzt er nicht auf der Bank. Dann spielt er trotzdem weiter, weil er ein Guter ist. Tobias Welz ist ein Guter, das möchte ich nur einmal feststellen.“

Die Debatte um die Leistung von Welz und die Rolle des VAR wird die Fußballwelt wohl noch länger beschäftigen. Während die einen auf eine klare Fehlentscheidung pochen, verteidigen andere den Schiedsrichter als grundsätzlich kompetent. Fest steht: Die Emotionen nach diesem Pokal-Halbfinale sind hochgekocht.

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