FCN-Spielmacher Justvan warnt vor Sorglosigkeit: „Wir sind noch nicht sicher!“
Auf ihn wird es am Samstag in Bielefeld besonders ankommen. Der Mittelfeldregisseur des 1. FC Nürnberg, Julian Justvan, gilt als taktisches Metronom der Franken. Erwischt der 28-jährige Edeltechniker einen guten Tag, gehen die Nürnberger meist als Sieger vom Platz. Die beeindruckende Statistik des Ex-Hoffenheimers spricht eine deutliche Sprache: 13 seiner 14 Torbeteiligungen in dieser Saison führten stets zu Punktgewinnen, siebenmal sogar zu einem kompletten Dreier.
Wachrüttel-Appell vor dem Bielefeld-Spiel
Vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld versucht der Spielgestalter nun, sich und seine Teamkollegen wachzurütteln. In einem deutlichen Appell betont Justvan: „Jedem von uns muss bewusst sein, dass die Saison noch nicht vorbei ist und wir noch nicht sicher sind. Wir haben zwar noch einen kleinen Vorsprung, aber egal ob mit oder ohne Vorsprung: Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und mit unseren vielen jungen Spielern weiter zusammenwachsen.“
Der Mittelfeldstratege weiß, dass seine persönliche Form direkt mit dem Erfolg des Teams korreliert. Taucht Justvan ab, geht auch beim Club meist nur wenig bis gar nichts. Gegen Dynamo Dresden (0:2) erwischte den Techniker erst kürzlich ein schlechter Tag – eine Erfahrung, die er nicht wiederholen möchte.
Kritik an fehlender Konstanz
Von konstanter Weiterentwicklung kann beim 1. FC Nürnberg in dieser Spielzeit allerdings keine Rede sein. Nach starken Auftritten wie dem 5:1-Heimsieg gegen Karlsruhe, bei dem Justvan mit einem Doppelpack glänzte, oder dem 3:0-Erfolg gegen Kaiserslautern mit einer Vorlage des Mittelfeldmannes, geht die Formkurve der Franken oft postwendend wieder nach unten.
Diese Unbeständigkeit nervt auch den 28-Jährigen selbst: „Der Trend sollte eigentlich bei einer Entwicklung stetig nach oben gehen. Bei uns ist es ein Auf und Ab, und genau das ist das Problem. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir eine gewisse Konstanz hereinbringen und den Spielen unseren Stempel aufdrücken.“
Klose fordert klare Botschaften
Mit dieser Einstellung sollte der FCN gleich beim Auswärtsspiel in Bielefeld beginnen. Trainer Miroslav Klose unterstreicht die Bedeutung von Präzision und Schnelligkeit: „Jeder Pass, den du spielst, muss eine Botschaft haben, jede Positionierung muss gut sein, weil du ganz wenig Zeit bekommst. Du musst auch schnell im Kopf sein.“
Die Franken stehen zwar nicht unmittelbar im Abstiegskampf, doch Justvans Warnung zeigt, dass im Profifußball keine Saisonphase unterschätzt werden darf. Der Spielmacher will verhindern, dass seine Mannschaft in eine trügerische Sicherheit wiegt, bevor die Punkte tatsächlich auf dem Konto verbucht sind.



