Mal Top, mal Flop: Julian Justvan erlebt turbulente Saison beim FCN
Der Spielmacher des 1. FC Nürnberg, Julian Justvan, durchlebt in dieser Saison ein ständiges Auf und Ab. Wie viele seiner Teamkollegen erwischte der 27-jährige Mittelfeldspieler in Berlin keinen guten Tag, als der FCN mit 1:2 unterlag. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Nur 36 Ballkontakte, lediglich 13 gespielte Pässe und eine Zweikampfquote von gerade einmal 27 Prozent zeigten, dass Justvan erneut seinen Zick-Zack-Kurs fortsetzte.
Starke Leistungen als Kontrastprogramm
Dass es auch anders geht, bewies der Linksfuß unter anderem beim überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen Karlsruhe. In dieser Partie gelang Justvan sogar ein Doppelpack, der seine offensive Qualität und sein Torjägerglück unter Beweis stellte. Dieses ständige Wechselspiel zwischen herausragenden und enttäuschenden Auftritten prägt die gesamte Saison des begnadeten Technikers. Läuft es bei Justvan rund, profitiert der gesamte FCN davon – genauso verhält es sich aber auch umgekehrt.
Schon vor Wochen äußerte sich Justvan zu dieser Problematik und betonte: „Ich brauche Bälle und ich brauche Aktionen.“ Fehlen ihm diese beiden elementaren Komponenten, liegt das Offensivspiel des Traditionsvereins nahezu brach. Die Stärken des Nürnberger Angriffsspiels kommen besonders dann zur Geltung, wenn vieles über das Zentrum läuft. Machen die Gegner dort dem FCN das Leben schwer, fallen der Klose-Elf oft nur wenige Alternativen ein – und Justvan wirkt regelmäßig vom Spielgeschehen abgeschnitten.
Die Suche nach einem Plan B
Bereits nach dem starken Spiel gegen den Karlsruher SC mahnte der Spielmacher deshalb an: „Wir brauchen einen Plan B.“ Diese Aussage gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zusätzlich an Bedeutung. Wenn die Offensive zu ausrechenbar wird und die Gegner die zentralen Räume effektiv zustellen, muss der FCN über alternative Lösungswege verfügen, um seine kreativen Kräfte wie Justvan besser in Szene setzen zu können.
Die wechselhafte Form des Mittelfeldspielers spiegelt sich auch in der Teamleistung wider. An Tagen, an denen Justvan seine technischen Fähigkeiten voll entfalten kann, wirkt der gesamte Spielaufbau des FCN harmonischer und gefährlicher. An schwächeren Tagen hingegen fehlt dem Team oft die entscheidende kreative Impulsgebung, die für erfolgreiche Offensivaktionen unerlässlich ist.



