EU-Parlament beschließt Verbot von nicht-einvernehmlichen KI-Porno-Deepfakes
In einer wegweisenden Entscheidung hat das Europaparlament am Donnerstag in Brüssel für ein Verbot von KI-generierten pornografischen Deepfakes gestimmt. Die neue Regelung zielt speziell auf Anwendungen ab, mit denen Nutzer sexualisierte Videos und Bilder von Personen ohne deren ausdrückliche Zustimmung erstellen können.
Schutz vor digitaler sexueller Gewalt
Die Abgeordneten unterstützten mit großer Mehrheit den Gesetzesvorschlag, der einen effektiven Schutz vor digitaler sexueller Gewalt bieten soll. Das Verbot betrifft alle KI-Tools und Softwarelösungen, die zur Erstellung solcher nicht-einvernehmlicher Inhalte verwendet werden können. Experten begrüßen diesen Schritt als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Online-Missbrauch.
Umsetzung in nationales Recht
Nach der parlamentarischen Zustimmung muss die Regelung noch formell beschlossen werden, bevor sie in Kraft treten kann. Erwartet wird, dass das Verbot innerhalb der nächsten Monate wirksam wird, sobald alle notwendigen Verfahren abgeschlossen sind. Die Mitgliedstaaten werden dann verpflichtet sein, die Bestimmungen in ihre nationalen Rechtsrahmen zu übernehmen.
Technologische Herausforderungen
Die Regulierung stellt Technologieunternehmen vor neue Herausforderungen bei der Entwicklung und Vermarktung von KI-Anwendungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei:
- Algorithmen zur Gesichts- und Körpermanipulation
- Generative KI-Modelle für visuelle Inhalte
- Plattformen zum Austausch entsprechender Materialien
Die EU-Kommission wird zuständig sein für die Überwachung der Einhaltung und kann bei Verstößen gegen das Verbot Sanktionen verhängen.



