Tischtennis-Star Annett Kaufmann enthüllt Morddrohungen und sexistischen Hass im Netz
Kaufmann: Morddrohungen und sexistischer Hass im Netz

Tischtennis-Star Annett Kaufmann enthüllt Morddrohungen und sexistischen Hass im Netz

Die bekannteste deutsche Tischtennisspielerin Annett Kaufmann hat in einem Talkformat der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten schockierende Details über Hasskommentare und Morddrohungen gegen ihre Person preisgegeben. Die 19-jährige Team-Europameisterin, die seit den Olympischen Spielen 2024 in Paris als Aushängeschild im deutschen Frauen-Tischtennis gilt, berichtete von einer konkreten Bedrohung, die bereits länger zurückliegt.

Konkrete Morddrohungen und anhaltender sexistischer Hass

"Es wurde genau geschildert, wie ich umgebracht werden sollte", erzählte Kaufmann in dem Interview. Die Athletin habe die Absender der Drohung bei der entsprechenden Plattform gemeldet und blockiert. "Seither ist das nicht mehr passiert", sagte sie, doch das Problem des Hasses im Netz bleibe akut. Nicht nur sie selbst, sondern auch Teamkollegen und -kolleginnen seien von ähnlichen Drohungen betroffen.

Kaufmann betonte, dass sie und andere Sportlerinnen kontinuierlich mit Hasskommentaren konfrontiert seien. "Vor allem Frauen bekommen unsägliche Nachrichten, die sich auf Äußerlichkeiten beziehen", beklagte die Spielerin. Neben anderen Hassbotschaften erhalte sie viele extrem sexistische Kommentare, die das Problem verschärften. "Es wird schlimmer und schlimmer", so ihre eindringliche Warnung.

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Breiteres Problem im Sport: Von Tischtennis bis Wintersport

Die Diskussion über Hasskommentare in sozialen Netzwerken gegen Sportlerinnen und Sportler ist kein Einzelfall. Während der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina wurde dieses Thema bereits intensiv debattiert. Die inzwischen zurückgetretene Biathletin Franziska Preuß sprach damals von "Psychoterror" in den Kommentarspalten, was die systematische Natur des Problems unterstreicht.

Die Erfahrungen von Annett Kaufmann zeigen, dass weibliche Athletinnen besonders häufig Ziel von sexistischen und herabsetzenden Äußerungen werden. Dies wirft Fragen nach dem Schutz von Sportlerinnen und effektiven Maßnahmen gegen digitale Gewalt auf. Die junge Tischtennisspielerin steht exemplarisch für eine Generation, die trotz ihrer sportlichen Erfolge mit toxischen Online-Umgebungen kämpfen muss.

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