Keine Sonderbehandlung für PSG vor entscheidendem Bayern-Duell
Die französische Ligue 1 wird Paris Saint-Germain im Halbfinale der Champions League gegen den FC Bayern München voraussichtlich keine Sonderbehandlung mehr gewähren. Nachdem der Hauptstadtklub in den vorherigen Runden noch von Spielverlegungen profitieren konnte, scheint diese Möglichkeit nun ausgeschlossen.
Enger Spielplan lässt keine Extrawurst zu
Zwischen den beiden Halbfinalspielen gegen Bayern am 28. April und 6. Mai steht für PSG am 2. Mai das Ligaspiel gegen den FC Lorient auf dem Programm. Eine Verlegung dieser Partie ist praktisch unmöglich, da die Ligue 1 alle Spiele der letzten beiden Spieltage zur gleichen Zeit austrägt, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.
Bis zum Saisonende am 16. Mai muss PSG im Schnitt alle dreieinhalb Tage ein Spiel absolvieren, was zusätzliche Termine in diesem Zeitraum nahezu ausschließt. Damit haben sowohl PSG als auch Bayern München bis einschließlich des Rückspiels nahezu identische Spielrhythmen.
Frühere Privilegien sorgten für Kontroversen
In den vorherigen Champions-League-Runden hatte PSG noch von Sonderregelungen profitiert. Sowohl das Achtelfinale gegen Chelsea als auch das Viertelfinale gegen Liverpool wurden durch Verlegungen von Ligaspielen erleichtert.
Die Partie gegen Nantes, die eigentlich zwischen den Chelsea-Spielen hätte stattfinden sollen, wurde auf den 22. April verschoben. Das Spiel gegen Lens, ursprünglich zwischen den Liverpool-Duellen terminiert, findet nun am 13. Mai statt. Diese Entscheidungen hatten in Frankreich für erhebliche Kontroversen gesorgt, da sich insbesondere Lens als Verfolger in der Meisterschaft vergeblich dagegen wehrte.
Möglicher Eigentor durch frühere Begünstigungen
Ironischerweise könnte sich PSG mit den früheren Spielverlegungen sogar ins eigene Fleisch geschnitten haben. Ohne diese Verschiebungen in den vorherigen Runden wäre nun möglicherweise eine Verlegung des Lorient-Spiels realisierbar gewesen, da der Spielplan weniger gedrängt gewesen wäre.
Ein kleiner Vorteil für PSG bleibt: Durch das Ausscheiden im Sechzehntelfinale der Coupe de France entfällt die Dreifachbelastung. Bayern München ist hingegen im DFB-Pokal noch aktiv, was den Rhythmus beider Teams weiter angleicht.
Die Entscheidung der Ligue 1 markiert somit eine Rückkehr zu gleichen Bedingungen für alle Klubs im entscheidenden Saisonfinale, nachdem PSG zuvor zweimal von Sonderregelungen profitieren konnte.



