Khedira beendet Torwart-Diskussion: 'Wir müssen Baumann schützen'
Der ehemalige Nationalspieler Sami Khedira hat sich deutlich in die anhaltende Torwart-Debatte beim DFB-Team eingeschaltet und ein sofortiges Ende der Diskussion gefordert. Der Weltmeister von 2014 richtete seinen Appell besonders an die Medien und Fans, die aktuelle Nummer 1 Oliver Baumann endlich in Ruhe zu lassen.
Neuer-Rücktritt als entscheidender Faktor
Khedira verwies in einem Interview mit DAZN auf den bereits erklärten Rücktritt von Manuel Neuer: "Manu ist zurückgetreten. Es sieht zu 99,9 Prozent aus, dass er nicht mit zur WM fahren wird." Der 39-Jährige betonte, dass diese Entscheidung akzeptiert werden müsse und nicht ständig hinterfragt werden dürfe.
Der ehemalige Mittelfeldspieler sprach auch die Gerüchte über Spannungen zwischen Neuer und Bundestrainer Julian Nagelsmann an. "Das Verhältnis ist nicht das Allerbeste, was man so hört. Dann soll es auch so sein", so Khedira, der mit Neuer 2014 in Brasilien den WM-Titel gewann.
Baumann als Opfer der ständigen Neuer-Diskussion
Khedira machte deutlich, dass die anhaltende Diskussion um ein mögliches WM-Comeback von Neuer dem aktuellen Torwart schade: "Wenn wir ständig über Manuel Neuer sprechen, sagen wir gleichzeitig, Oliver Baumann ist nicht gut genug." Diese automatische Abwertung sei unfair und kontraproduktiv.
Der Ex-Profi betonte: "Da müssen wir bei allem Respekt vor Manus Leistungen auch Oliver Baumann ein Stück weit schützen. Wir werden dem Jungen keinen Gefallen tun, wenn wir ihn ständig mit der Neuer-Debatte konfrontieren."
Vertrauen für die WM als oberstes Ziel
Khedira begründete seine Forderung mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft: "Wir wollen ja bei der WM auch eine tolle deutsche Mannschaft sehen, die bis ins Finale kommt. Dafür brauchen wir einen top Torwart, der Vertrauen hat." Dieses Vertrauen könne sich nicht entwickeln, wenn Baumann ständig mit Vergleichen zu Neuer konfrontiert werde.
Abschließend stellte Khedira klar: "Der Torwart von der TSG Hoffenheim sei zwar kein Manuel Neuer, aber er ist trotzdem stark genug, uns bei der WM zu helfen." Es sei nun an der Zeit, Baumann die Chance zu geben, sich ohne den ständigen Druck der Vergleiche zu beweisen.



