Kimmich fordert Teamgeist statt Star-Kader: DFB-Kapitän setzt vor WM auf Einheit
Kimmich: Nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben

Kimmich stellt Teamgeist über individuelle Klasse vor WM-Vorbereitung

Der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, Joshua Kimmich, hat vor den ersten Länderspielen des Jahres eine klare Botschaft an seine Mannschaftskollegen gerichtet. Der 31-jährige Bayern-Star betonte in einer Pressekonferenz am 24. März 2026, dass nicht die individuelle Qualität des Kaders, sondern der gemeinsame Teamgeist über den Erfolg bei der anstehenden Weltmeisterschaft entscheiden werde.

Warnung vor historischen WM-Pleiten

„Am Ende zählt das, was wir auf den Platz bringen. Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen“, erklärte Kimmich mit Nachdruck. Als mahnendes Beispiel nannte der erfahrene Mittelfeldspieler die enttäuschenden Turniererfahrungen der vergangenen Jahre. „2018 hatten wir vielleicht den besten Kader der Welt und wir wissen, wohin es uns geführt hat“, erinnerte Kimmich an das frühe Ausscheiden bei der WM in Russland, das sich vier Jahre später in Katar wiederholte.

Der 106-fache Nationalspieler forderte von allen Beteiligten eine kompromisslose Hingabe an das gemeinsame Ziel. „Dementsprechend ist es nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben, sondern am Ende das beste Team der Welt zu haben“, präzisierte der DFB-Kapitän seine Philosophie. Jeder Spieler müsse sich diesem übergeordneten Ziel bedingungslos unterordnen.

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Testspiele als wichtige Vorbereitung

In den anstehenden Länderspielen am Freitag in der Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana sieht Kimmich entscheidende Gelegenheiten für die Mannschaftsbildung. „Ziel ist es, zwei positive Ergebnisse zu erzielen“, sagte der Bayern-Profi, betonte aber gleichzeitig, dass noch wichtiger sei, zweimal die gleiche positive „Herangehensweise“ zu zeigen. Als Vorbild nannte er das 6:0 zum Abschluss der WM-Qualifikation gegen die Slowakei.

Kimmich hofft, dass sich in diesen Spielen wichtige Automatismen einspielen und sich eine stabile Achse in der Mannschaft entwickelt. „Es geht darum, dass sich eine Achse einspielen kann“, erklärte der Mittelfeldstratege. Für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sieht Kimmich die deutsche Mannschaft jedoch noch nicht in der Favoritenrolle. „Es ist so, dass wir nicht zu den Topfavoriten zählen“, räumte er ein und verwies auf die enttäuschenden Leistungen bei den letzten beiden Weltmeisterschaften.

Neuer Fitnesscoach für die Nationalmannschaft

Parallel zu diesen sportlichen Zielen verstärkt der Deutsche Fußball-Bund sein Trainerteam mit einem speziellen Fitnessexperten. Wie der DFB bekannt gab, wird der Belgier Bram Geers bis einschließlich der Weltmeisterschaft im Sommer das bisherige Team aus Nicklas Dietrich und Krunoslav Banovcic ergänzen.

Der 32-jährige Geers bringt internationale Erfahrung mit: Aktuell arbeitet er beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht als Performance Director, zuvor war er für den FC Bayern und den englischen Premier-League-Klub FC Burnley tätig. Diese Verstärkung soll dazu beitragen, die physische Vorbereitung der Nationalspieler auf das anspruchsvolle Turnier zu optimieren.

Kimmich betonte abschließend die Erwartungen an das gesamte Team: „Klar erwartet man, dass sich jeder dem großen Ganzen mit 100 Prozent hingibt und alles reinwirft, dass wir uns entwickeln und dass wir dann auch bereit sind, wenn es dann wirklich darum geht“. Die kommenden Testspiele werden zeigen, ob die Mannschaft diesen Appell ihres Kapitäns bereits umsetzen kann.

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