Köln erkämpft bei Wagner-Debüt 2:2 in Frankfurt – Moralstarker Rückstand
Der 1. FC Köln hat beim Bundesliga-Debüt seines neuen Cheftrainers René Wagner einen bemerkenswerten Punkt bei Eintracht Frankfurt erkämpft. Nach einem 0:2-Rückstand glich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit zum 2:2 aus und zeigte dabei eindrucksvolle Moral. Die Partie wurde in der Schlussphase von einem Rettungseinsatz auf der Tribüne überschattet, der für betretenes Schweigen im Stadion sorgte.
Wilde fünf Minuten mit drei Toren
Das Spiel begann mit einer frühen Topchance für Köln, als Ragnar Ache nach einem Schuss von Jakub Kaminski in der ersten Minute nur knapp am Frankfurter Keeper Michael Zetterer scheiterte. Die Eintracht kontrollierte daraufhin mit viel Ballbesitz, doch klare Torchancen blieben bis zur Pause aus. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild schlagartig.
In der 66. Minute brachte der eingewechselte Farès Chaïbi mit einer feinen Einzelaktion Jonathan Burkardt in Position, der das 1:0 für Frankfurt erzielte. Nur drei Minuten später erhöhte Arnaud Kalimuendo mit einem wuchtigen Abschluss auf 2:0. Doch Köln zeigte Kampfgeist und verkürzte sofort durch Kaminski, dessen Schuss von Hugo Larsson abgefälscht wurde.
Rettungseinsatz und spätes Ausgleichstor
Nach diesen furiosen Minuten wurde es im Stadion plötzlich still, als ein Rettungseinsatz auf der Tribüne die Aufmerksamkeit auf sich zog. Beide Fanlager schwiegen respektvoll, während Sanitäter die Szene abschirmten. Als der Einsatz beendet war, schlug Alessio Castro-Montes in der 83. Minute zum verdienten 2:2-Ausgleich für Köln zu.
Der 37-jährige René Wagner, der sein erstes Spiel als Chefcoach des 1. FC Köln bestritt, konnte damit einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg sichern. Die Rheinländer bleiben jedoch im achten Spiel in Folge sieglos und liegen in der Tabelle unverändert auf dem 15. Rang. Eintracht Frankfurt verpasste als Tabellensiebter die Chance auf den vierten Heimsieg unter Trainer Albert Riera.
Tabellensituation und Ausblick
Nach dem 28. Spieltag hat Köln zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt. Die Moral der Mannschaft unter Wagner gibt Anlass zur Hoffnung, auch wenn die Serie ohne Sieg weiter anhält. Für Frankfurt bleibt die Enttäuschung über die verpasste Heimsiegchance, trotz starker Leistungen von Kalimuendo und Burkardt.



