1. FC Köln zieht Konsequenzen: Kwasniok muss gehen
Der abstiegsbedrohte 1. FC Köln hat auf die anhaltende sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Diese Entscheidung fiel am Tag nach dem enttäuschenden 3:3-Unentschieden im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach. Laut übereinstimmenden Medienberichten von „Bild“ und dem Kölner „Express“ übernimmt der bisherige Co-Trainer René Wagner mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für die Mannschaft.
Negativserie führt zur Trennung
Der Aufsteiger aus Köln war nach einem vielversprechenden Saisonstart zunehmend in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga abgerutscht. Zuletzt blieb der Verein in sieben aufeinanderfolgenden Spielen sieglos. Aus den letzten achtzehn Partien holte das Team lediglich zwei Siege, was die akute Abstiegsgefahr deutlich verschärfte. Der achte Abstieg in der Vereinsgeschichte droht damit in greifbare Nähe zu rücken.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hatte bereits nach dem Derby am Samstagnachmittag eine klare Stellungnahme vermieden, betonte jedoch die große Enttäuschung über den nur einen geholten Punkt. „Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Die Erwartung waren klar drei Punkte“, erklärte Kessler im Interview mit Sky. Kwasniok selbst hatte sich zuvor vehement gegen eine mögliche Entlassung gewehrt und betont, er sei „der richtige Mann am richtigen Ort“.
Kwasnioks kurze Amtszeit in Köln
Der 44-jährige Lukas Kwasniok war zum Saisonstart nach vier erfolgreichen Jahren beim SC Paderborn zum 1. FC Köln gewechselt und hatte einen Vertrag bis zum Sommer 2028 unterschrieben. Bei seiner Antritts-Pressekonferenz hatte er voller Optimismus erklärt, den „Tanker“ 1. FC Köln in „ruhige Gewässer“ führen zu wollen. Doch die sportliche Entwicklung verlief anders als geplant. Nach dem wegweisenden Duell mit dem Erzrivalen Gladbach zog der Verein nun die Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit vorzeitig.
Die Entscheidung unterstreicht den enormen Druck, unter dem der traditionsreiche Klub aktuell steht. Mit René Wagner als Interimstrainer soll nun versucht werden, die Wende einzuleiten und den drohenden Abstieg aus der Bundesliga noch abzuwenden. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob dieser Trainerwechsel die erhoffte positive Wirkung entfaltet.



