FC Köln setzt im Abstiegskampf auf unerfahrene Trainer-Truppe um Lukas Sinkiewicz
Kölns riskante Trainer-Strategie im Abstiegskampf

Volles Risiko im Abstiegskampf: Köln setzt auf unerfahrene Trainer-Truppe

Der FC Köln geht im Kampf um den Klassenerhalt ein gewagtes Experiment. Mit der Verpflichtung von Lukas Sinkiewicz (40) als neuem Co-Trainer setzt Sport-Boss Thomas Kessler (40) erneut auf eine unerfahrene Trainer-Persönlichkeit. Sinkiewicz, der als Spieler zwischen 2004 und 2007 für den FC aktiv war und insgesamt 76 Profi-Einsätze für Köln absolvierte, verfügt als Trainer über kaum Erfahrung im Profibereich.

Von der Mittelrheinliga in die Bundesliga

Die bisherige Trainerkarriere von Sinkiewicz verlief bescheiden: Zuletzt war er von Oktober bis Dezember 2024 in der Mittelrheinliga bei Bergisch Gladbach als Chef-Coach tätig. Davor sammelte er Erfahrungen als Assistent bei den Amateuren in Köln (2017-2018) und in Düsseldorf (2018-2022) sowie als Trainer beim Bonner SC (2022-2023).

„Für uns war es wichtig, unser Trainerteam um eine Persönlichkeit zu erweitern, die selbst auf eine erfolgreiche Profikarriere zurückblickt und diese Erfahrung tagtäglich in die Arbeit mit der Mannschaft einbringen kann“, erklärt Sport-Boss Thomas Kessler die umstrittene Personalie. „Lukas kennt den FC, ist ein guter Typ und damit eine ideale Ergänzung für unser Trainerteam.“

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Komplett neue Trainer-Besetzung

Die Situation beim FC Köln ist prekär: Mit nur zwei Siegen aus den letzten 18 Spielen befindet sich der Verein mitten im Abstiegskampf. Kessler geht dabei ein enormes Risiko ein:

  • Mit René Wagner (37) hat er einen Trainer verpflichtet, der erstmals in seiner Karriere als Chef-Trainer arbeitet
  • Co-Urgestein Armin Reutershahn (66) komplettiert das Trainerteam
  • Die gesamte Trainer-Truppe hat in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengearbeitet

Sinkiewicz, der am Freitagvormittag erstmals in seinem neuen Job auf dem Platz stehen wird, soll dabei helfen, den FC in der Bundesliga zu halten. Doch die Strategie von Sport-Boss Kessler ist höchst riskant.

Kessler mit Selbstkritik und Personal-Korrekturen

Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok (44) übte Kessler öffentlich Selbstkritik: „Natürlich werde ich mir in der Rückbetrachtung Gedanken machen, was man hätte anders machen können, damit es nicht zu diesem Punkt kommt.“

Bereits zuvor hatte der Sport-Boss eine von ihm verantwortete Personalie korrigiert: Hannes Dold (33), den Kessler im letzten Sommer vom Analysten zum Standard-Trainer befördert hatte, wurde Mitte Februar abgesetzt. Grund war die anfällige Defensive und die zu geringe Gefährlichkeit in der Offensive des FC Köln.

Die Entscheidung für eine komplett unerfahrene Trainer-Besetzung mitten im Abstiegskampf stellt Kessler vor eine Bewährungsprobe. Geht die Rechnung auf, hat er alles richtig gemacht. Scheitert das Experiment, muss sich der Sport-Boss im Sommer vor seinem Vorstand für die riskante Personalpolitik verantworten.

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