Klose macht Jetlag für Nürnbergs Punktverlust in Braunschweig verantwortlich
Die Länderspielpause hat dem 1. FC Nürnberg offenbar mehr geschadet als genutzt. Beim 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig am 07. April 2026 wirkten mehrere Spieler des FCN deutlich ermattet und konnten eine 1:0-Führung nicht über die Zeit retten. Trainer Miroslav Klose (47) sieht dafür einen klaren Grund: die anstrengenden Reisen seiner international eingesetzten Spieler.
Müde Beine nach langen Flügen
„Ich weiß, wie schwer und anstrengend Länderspielpausen sind mit den Reisen“, erklärte Klose nach dem Spiel. „Markhiev, der in Neuseeland war, der war fast gar nicht im Spiel. Berkay Yilmaz war unterwegs. Luka Lochoshvili hat sich über den Platz geschleppt.“ Der Trainer zeigte Verständnis für die physische Belastung seiner Spieler, betonte aber auch: „Da sind wir jetzt froh, mal wieder eine richtige Trainingswoche zu haben.“
Markhievs Marathonreise nach Neuseeland
Besonders betroffen war Mittelfeldstratege Adam Markhiev (24). Der finnische Nationalspieler legte mit seiner Mannschaft insgesamt 18.000 Kilometer zurück und musste eine Zeitverschiebung von elf Stunden verkraften. Die finnische Auswahl hatte in Neuseeland mit 2:0 gewonnen, doch die Strapazen der Reise waren im Braunschweig-Spiel deutlich sichtbar. Auch andere Spieler wie Kapitän Fabio Gruber (23), der mit Perus Nationalmannschaft in Senegal und Honduras unterwegs war, kamen erst Mitte der vergangenen Woche zum Training zurück.
Spieler sehen das Problem differenzierter
Kapitän Fabio Gruber nahm die Situation etwas gelassener: „Vielleicht war der ein oder andere müde, aber darum geht es gar nicht“, sagte der 23-Jährige. „Wenn der ein oder andere keinen guten Tag hat, dann muss man in der 2. Halbzeit über den Kampf kommen und sich einfach reinwerfen.“ Diese Einstellung konnte jedoch nicht verhindern, dass Nürnberg zwei wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen ließ.
Folgen für die Saisonplanung
Das Unentschieden in Braunschweig wirft Fragen zur Belastungssteuerung von Spielern auf, die regelmäßig für ihre Nationalmannschaften reisen müssen. Während einige Vereine in der Bundesliga bereits über spezielle Erholungsprogramme für zurückkehrende Nationalspieler nachdenken, muss Nürnberg jetzt mit den Konsequenzen leben. Die fehlenden zwei Punkte könnten am Saisonende entscheidend sein im Kampf um die Aufstiegsplätze.
Klose und sein Team konzentrieren sich nun auf die kommende Trainingswoche, in der sich die international eingesetzten Spieler von ihren Strapazen erholen sollen. Ob die Erschöpfung wirklich der Hauptgrund für das schwache zweite Halbzeit war oder ob taktische und individuelle Faktoren eine größere Rolle spielten, wird sich in den kommenden Spielen zeigen.



