Klose verliert die Nerven: Wutausbruch nach schwachem Auftritt von Maboulou
Beim 1:1 des 1. FC Nürnberg bei VfL Bochum sorgte eine Szene in der Schlussphase für Aufsehen. Stürmer Noah Maboulou, der erst spät eingewechselt worden war, verlor in der 89. Minute den Ball und blieb danach einfach stehen, anstatt sofort nachzusetzen. Diese Reaktion ließ FCN-Trainer Miroslav Klose an der Seitenlinie komplett ausrasten.
Der Weltmeister schreit seinen Stürmer an
Klose, der 2014 mit Deutschland Weltmeister wurde, konnte seine Wut kaum kontrollieren. Immer wieder brüllte der 47-Jährige seinen Angreifer an, doch Maboulou reagierte auf dem Feld zunächst nicht. „Ich habe Noah vor seiner Einwechslung explizit gesagt, dass er ein gutes Gefühl bei seinen Aktionen haben muss“, erklärte Klose nach dem Spiel. „Wenn du als Stürmer nichts machst, willst du den Ball in den Fuß gespielt bekommen. Aber Noah kann sich nicht umentscheiden, wenn Justvan schon ausholt.“
Besonders kritisch sah der Trainer, dass Maboulou nach dem Ballverlust nicht nachsetzte. „Bei ihm arbeitet dann der Kopf und er überlegt, was er falsch gemacht hat“, analysierte Klose. „Ich habe es Noah nach dem Spiel noch einmal gesagt: Er muss gegen den Ball brummen!“ Mit „brummen“ meint der Coach intensives Pressing und aggressives Stören des gegnerischen Spielaufbaus.
Konsequenzen für das Hertha-Spiel?
Die Reaktion von Klose lässt vermuten, dass Maboulou am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC erst einmal auf der Bank Platz nehmen muss. Der 21-jährige Franzose, der eigentlich als großes Sturmtalent gilt, hat sich mit solchen Kurzeinsätzen in Nürnberg bisher keine Freunde gemacht – weder bei den Fans noch auf der Trainerbank.
Die Szene war symptomatisch für Maboulous bisherige Zeit beim Club: viel Potenzial, aber zu wenig Konsequenz in der Umsetzung. Im Zweikampf mit Bochums Verteidiger Olsen war der Angreifer ebenfalls nur zweiter Sieger, wie Fotos der Partie zeigen. Für Klose, der als Spieler für seinen unbändigen Willen und Kampfgeist bekannt war, sind solche halbherzigen Aktionen schwer zu ertragen.
Ob Maboulou aus der Kritik des Trainers lernt oder tatsächlich eine „Brumm-Pause“ gegen Hertha einlegt, wird sich am Sonntag um 13:30 Uhr zeigen. Sicher ist: Miroslav Klose wird weiterhin höchste Ansprüche an seine Spieler stellen – besonders an die Offensivkräfte, die in entscheidenden Momenten den Unterschied machen müssen.



