DFB-Sportdirektorin Künzer hält an Professionalisierung der Frauen-Bundesliga fest
Trotz des gescheiterten Vorhabens zur Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Ligaverband der Frauen-Bundesliga (FBL) bleibt Nia Künzer, die Sportdirektorin des DFB, zuversichtlich. Sie betonte am Dienstag, dass die angestrebte Professionalisierung der Eliteklasse weiterhin das zentrale Interesse aller Beteiligten darstelle. „Das wird durch die Entscheidung nicht beendet sein“, erklärte Künzer mit Nachdruck.
Hintergrund des gescheiterten Kooperationsprojekts
Ursprünglich planten der DFB und die FBL eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu etablieren, um die Entwicklung der Frauen-Bundesliga voranzutreiben und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings hat die FBL diesem Vorhaben aufgrund von Streitigkeiten um Entscheidungsbefugnisse mit dem DFB eine Absage erteilt. Diese Differenzen führten zum Scheitern der geplanten Zusammenarbeit, die eigentlich darauf abzielte, die Professionalisierung der Liga zu beschleunigen.
Mögliche Alternativen und Zukunftsmodelle
In der aktuellen Diskussion zeichnen sich mehrere Optionen für die zukünftige Struktur ab:
- Eine zweigleisige Verbandsstruktur, ähnlich wie im Männerbereich, könnte etabliert werden.
- Ein Grundlagenvertrag, der die Zusammenarbeit zwischen DFB und FBL regelt, steht zur Debatte.
- Einige Stimmen aus der Frauen-Bundesliga favorisieren den Anschluss der FBL an die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Zukunftsmodell.
Positive Stimmen trotz Unstimmigkeiten
Bundestrainer Christian Wück äußerte sich trotz der aktuellen Unstimmigkeiten weiterhin optimistisch. Für ihn steht die Entwicklung der Spielerinnen im Vordergrund. „Die Bundesliga muss international erfolgreich sein, damit die Nationalmannschaft Erfolg haben kann“, betonte Wück. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung einer professionellen Liga für den gesamten deutschen Frauenfußball.
Insgesamt zeigt die Situation, dass trotz Rückschlägen der Wille zur Professionalisierung der Frauen-Bundesliga ungebrochen ist. Die verschiedenen Akteure arbeiten weiter an Lösungen, um die Liga zukunftsfähig zu gestalten und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.



