Einblick in Kompanys Seele vor Bayern-Kracher gegen PSG
Kompany: Totale Ruhe vor PSG-Halbfinale

Vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain hat Vincent Kompany seltene Einblicke in seine Gefühlswelt gewährt. Der Trainer des FC Bayern steht am Mittwoch (21 Uhr, DAZN) vor dem größten Spiel seiner Karriere. Nach dem 4:5 im Hinspiel benötigt der deutsche Meister einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung, um direkt ins Finale am 30. Mai in Budapest einzuziehen. Ein Erfolg mit einem Tor würde die Verlängerung bedeuten.

Innere Ruhe vor dem Kracher

Auf der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag erklärte der Belgier: „Totale Ruhe eigentlich, innerliche Ruhe! Ich versuche, diese Emotion vor dem Spiel und dieses Gefühl nicht zu früh eine Rolle spielen zu lassen.“ Kompany betonte die Bedeutung von Vorbereitung und Routine: „Vorher geht sehr viel über Vorbereitung und Routine, wo ich auch schon einmal versuche, die richtigen Worte für morgen zu finden – was der letzte Satz sein kann für die Mannschaft, um dieses eine Prozent noch zu beeinflussen. Jetzt ist es aber noch sehr ruhig.“

Historische Chance für Kompany

Mit einem Einzug ins Finale wäre Kompany erst der achte Trainer, der mit Bayern das Endspiel der Königsklasse erreicht. Die Liste umfasst Hansi Flick, Jupp Heynckes, Louis van Gaal, Ottmar Hitzfeld, Pál Csernai, Udo Lattek und Dettmar Cramer. Damit würde er in der Champions League sogar mehr erreichen als sein ehemaliger Trainer und Mentor Pep Guardiola. Unter Guardiola spielte Kompany von 2016 bis 2019 bei Manchester City und war Kapitän. Guardiola erreichte mit Bayern dreimal das Halbfinale, scheiterte jedoch jeweils an Real Madrid, Barcelona und Atlético Madrid.

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Kompanys Gedanken-Tunnel

Auf die Frage nach zusätzlichem Druck antwortete Kompany: „Ich bin ehrlicherweise immer in diesem Tunnel. Das nimmt manchmal diese absoluten Genussmomente weg, weil man einfach immer auf dieses Spiel fokussiert ist, aber dann habe ich auch nicht diese absoluten Stressmomente. Jetzt lasse ich alles ein bisschen zur Seite. Mein ganzer Fokus liegt auf diesem Spiel.“

Intensives Gespräch mit Olise

Vor dem Abschlusstraining am Dienstagmittag an der Säbener Straße führte Kompany ein intensives Einzelgespräch mit seinem Star Michael Olise (24), der in dieser Saison auf 22 Tore und 30 Vorlagen kommt. Der Franzose könnte auch in einem möglichen Elfmeterschießen eine wichtige Rolle spielen.

Bayern trainiert Elfmeter seit Monaten

Kompany erklärte, dass die Vorbereitung auf Elfmeter kein neues Thema sei: „Das haben wir nicht diese Woche besprochen. Das ist schon drei Monate ein Thema, weil wir das Pokalspiel gegen Leipzig hatten. Das ist einfach in der zweiten Phase von unserer Saison immer jede Woche bei jedem Training dabei.“ Nach den Trainingseinheiten schießen vor allem Olise, Harry Kane (32) und Joshua Kimmich (31) sowie Jungstars wie Tom Bischof (20) regelmäßig Elfmeter. Zuletzt verletzte sich Serge Gnabry (30) vor dem Spiel gegen Stuttgart und fällt mit einem Adduktoren-Ausriss für den Rest der Saison und die WM aus.

Auswahl der Elfmeterschützen

Kompany erläuterte den Vorteil festgelegter Schützen: „Wenn es so weit kommt, dann ist es nicht mehr spontan. Das ist geübt, genau wie wir unsere Abläufe zu jeder anderen Sache trainieren.“ Dennoch werde er auf Verletzungen oder den mentalen Zustand nach 120 Minuten reagieren: „Wir entscheiden dann, wer die Elfmeter schießt und was die Rangliste ist. Das passiert natürlich immer im Austausch mit den Spielern. Wir werden keinen Spieler als Nummer eins schießen lassen, der das nicht will.“

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