Kovac verteidigt Schlotterbeck: BVB-Trainer betont Verständnis für Vertragsverhandlungen
Der Trainer von Borussia Dortmund, Niko Kovac, hat erneut sein volles Verständnis für das zögerliche Verhalten des Abwehrchefs Nico Schlotterbeck in den laufenden Vertragsverhandlungen bekräftigt. In einer klaren Stellungnahme wies Kovac darauf hin, dass nicht der Spieler selbst für die jüngsten Schlagzeilen verantwortlich sei, sondern diejenigen, die falsche Informationen verbreitet hätten.
Medienberichte sorgen für Verwirrung
Verschiedene Medien hatten am Montag berichtet, dass die Unterschrift unter einem neuen Vertrag für Schlotterbeck unmittelbar bevorstehe. Dies dementierte der Nationalspieler jedoch nach dem 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana in Stuttgart deutlich. Schlotterbeck äußerte sich "sehr verwundert" über diese Berichterstattung, die eine Verlängerung bis 2031 – möglicherweise mit Ausstiegsklausel – und ein deutlich erhöhtes Gehalt in den Raum gestellt hatte.
"Nicht Schlotti hat die Schlagzeilen produziert, sondern diejenigen, die etwas in die Welt gesetzt haben, das so nicht gestimmt hat", betonte Kovac in seiner Aussage. Der Trainer machte deutlich, dass der Spieler das Recht habe, falsche Darstellungen richtigzustellen, und dabei nichts falsch gemacht habe.
Veränderte Gesprächssituation beim BVB
Dass nun Ole Book anstelle des entlassenen Sportdirektors Sebastian Kehl die Gespräche mit Schlotterbeck führt, sieht Kovac als unproblematisch an. Zwar habe sich der konkrete Ansprechpartner geändert, aber nach Kehl trete nun eben Book als offizieller Repräsentant des BVB auf. "Ich bin selbst positiv und bleibe positiv. Er ist ein sehr guter Spieler, den wir brauchen und den wir alle lieben", sagte der Trainer über Schlotterbeck.
Auch Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hatte bereits am Dienstag auf SID-Anfrage mitgeteilt, dass er Schlotterbecks Aussagen für "nachvollziehbar" halte. Das Ziel des Klubs bleibe weiterhin, den Abwehrspieler "langfristig an den BVB zu binden". Daran habe sich laut Ricken nichts geändert.
Vertrauensvolle Gespräche werden fortgesetzt
Ricken betonte gegenüber Sky, dass der BVB und Schlotterbeck weiterhin Gespräche führen werden. "Ich hatte immer ein positives Gefühl, die Grundstimmung hat sich auch nicht großartig verändert", sagte der Sport-Geschäftsführer. Bei der Qualität eines Spielers wie Schlotterbeck könne es durchaus etwas länger dauern, bis eine Einigung erzielt werde. Die bisherigen Gespräche seien gut und vertrauensvoll verlaufen, was aus Sicht des BVB absolut in Ordnung sei.
Der BVB versucht bereits seit Monaten, den Nationalspieler von einer Vertragsverlängerung über das Jahr 2027 hinaus zu überzeugen. Kovacs erneute Unterstützungsbekundung unterstreicht die Bedeutung, die der Klub Schlotterbeck beimisst, und zeigt gleichzeitig Verständnis für den komplexen Prozess von Vertragsverhandlungen auf höchstem Niveau.



