Kovac stellt klar: Schlotterbeck trägt keine Schuld an Vertragsgerüchten
BVB-Trainer Niko Kovac hat sich deutlich zu den jüngsten Schlagzeilen um Nico Schlotterbeck geäußert und den Innenverteidiger nachdrücklich in Schutz genommen. Der Kroate betonte, dass nicht der Spieler selbst für die aktuellen Diskussionen verantwortlich sei, sondern diejenigen, die falsche Informationen verbreitet hätten.
Medienberichte als Ursache der Kontroverse
„Ich glaube nicht, dass Schlotti da für Schlagzeilen gesorgt hat, sondern diejenigen, die das publiziert haben“, erklärte Kovac am Donnerstag. Es seien Dinge „in die Welt gesetzt“ worden, „was nicht stimmt“. Sowohl der Klub als auch der Spieler wüssten das. Schlotterbeck hatte zuvor Berichte über eine unmittelbar bevorstehende Vertragsverlängerung beim BVB vehement dementiert, nachdem das DFB-Team mit 2:1 gegen Ghana gewonnen hatte.
Der Trainer unterstrich, dass Schlotterbeck das absolute Recht habe, falsche Behauptungen richtigzustellen. „Man kann nicht irgendetwas behaupten, was nicht stimmt“, so Kovac. Er zeigte Unverständnis dafür, dass sich nicht die Urheber der Berichte rechtfertigen müssten, sondern der Spieler selbst in der Kritik stehe.
Kehl-Erwähnung als unglücklicher Zufall
Allerdings räumte Kovac ein, dass die Erwähnung des ehemaligen Sportdirektors Sebastian Kehl durch Schlotterbeck nicht ideal gewesen sei. „Dass der Name Sebastian Kehl gefallen ist, ist unglücklich gewesen, also zufällig“, meinte der Trainer. Schlotterbeck hatte erklärt, dass das Aus von Kehl die Situation „ein bisschen geändert“ habe.
Kovac betonte, dass es bei Vertragsverhandlungen immer um den Verein gehe. „Man spricht ja mit dem BVB“, fügte er an. „Jetzt spricht er mit Ole, aber es ist ja der BVB. Von daher war es ein bisschen unglücklich.“ Ansonsten habe der BVB aus seiner Sicht bereits alles zu dem Thema gesagt.
Optimismus für eine Verlängerung
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hatte am Dienstag erklärt, dass Schlotterbecks Aussagen „nachvollziehbar“ seien. „Wir haben weder einen Durchbruch noch eine Einigung bestätigt, daher hat uns eher die jüngste Berichterstattung überrascht“, stellte der Verantwortliche klar.
Kovac zeigte sich derweil optimistisch bezüglich einer möglichen Verlängerung mit Schlotterbeck über das Jahr 2027 hinaus. „Ich bin selbst sehr positiv, ich bleibe weiterhin positiv. Das ist ein richtig guter Spieler, ein Spieler, den wir alle lieben. Von daher werden wir alles tun, dass er bei uns bleibt.“
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck beim BVB bleibt damit weiterhin unklar, doch der Trainer sendet klare Signale der Unterstützung und des Vertrauens in den defensiven Schlüsselspieler.



