Bayerns Hennen legen über 1,2 Milliarden Eier – Heimischer Bedarf bleibt ungedeckt
Bayerns Eierproduktion steigt, reicht aber nicht für Bedarf

Bayerns Eierproduktion wächst, doch der Bedarf bleibt ungedeckt

Im Freistaat Bayern haben die Legehennen im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Milliarden Eier gelegt. Dies entspricht einem Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024, wie das Landesamt für Statistik in Fürth mitteilte. Die Daten basieren auf Betrieben mit mindestens 3.000 Plätzen für Legehennen und wurden anlässlich des Osterfestes veröffentlicht, zu dem traditionell gefärbte Eier verschenkt werden.

Unterversorgung trotz steigender Produktion

Obwohl die Eierproduktion in Bayern zunimmt, reicht die heimische Erzeugung bei weitem nicht aus, um den Bedarf der Verbraucherinnen und Verbraucher im Freistaat zu decken. Nach Angaben des Landesverbandes der Bayerischen Geflügelwirtschaft liegt der Versorgungsgrad bei nur etwa 50 Prozent. "Wir haben eine deutliche Unterversorgung", erklärte Geschäftsführer Franz Beringer der Deutschen Presse-Agentur. Er betonte, dass mehr Betriebe und zusätzliche Investitionen notwendig seien, um die Lücke zu schließen.

Zunahme der Betriebe und Bio-Produktion

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Betriebe in Bayern kontinuierlich gestiegen. Während es 2016 noch 277 Betriebe mit mindestens 3.000 Legehennenplätzen gab, waren es 2025 bereits 381. Die produzierte Eimenge erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 11,9 Prozent. Die Bodenhaltung dominiert dabei mit einem Anteil von 54,9 Prozent an der Gesamtproduktion, wobei der Schwerpunkt der Eiererzeugung in Nieder- und Oberbayern liegt.

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Besonders auffällig ist der deutliche Zuwachs bei der Produktion von Bio-Eiern. Die Zahl der Betriebe mit mindestens 3.000 Plätzen hat sich in den letzten zehn Jahren auf nun 138 verdoppelt. Im Vorjahr wurden in diesen Betrieben rund 226 Millionen Eier gelegt, während es zehn Jahre zuvor lediglich 100,4 Millionen ökologisch produzierte Eier aus Bayern waren. "Hier habe sich die deutlich gestiegene Nachfrage nach Bio-Eiern bemerkbar gemacht", sagte Landesverbands-Geschäftsführer Beringer. Diese Entwicklung habe zur Gründung vieler neuer Betriebe geführt.

Herausforderungen und Perspektiven

Trotz des Anstiegs bei der Eierproduktion und der wachsenden Zahl von Bio-Betrieben bleibt die Unterversorgung mit heimischen Eiern eine Herausforderung für Bayern. Die steigende Nachfrage, insbesondere nach ökologisch erzeugten Produkten, erfordert weitere Anstrengungen in der Landwirtschaft. Experten fordern daher verstärkte Investitionen und eine Ausweitung der Betriebskapazitäten, um langfristig eine bessere Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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