Kovac zu Schlotterbeck-Vertrag: Trainer sieht sich nicht in Position für Druck
Kovac zu Schlotterbeck: Kein Druck vom Trainer

Kovac äußert sich zur Vertragssituation von Schlotterbeck beim BVB

Seit mehreren Monaten sorgt die ungeklärte Vertragszukunft von Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund für anhaltende Diskussionen in der Fußballwelt. Die zentrale Frage bleibt: Wird der Abwehrspieler seinen Vertrag verlängern oder den Verein möglicherweise verlassen? BVB-Trainer Niko Kovac hat sich nun in einem ausführlichen Statement zu diesem brisanten Thema geäußert und dabei klare Position bezogen.

Trainer sieht sich nicht in der Position für Druckausübung

Bei den laufenden Vertragsverhandlungen mit dem 26-jährigen Nationalverteidiger sieht sich Kovac nach eigenen Angaben nicht in der Position, Druck auf den Spieler auszuüben. „Da hat der Trainer nichts mit zu tun. Es geht ja letzten Endes um den Club, und der Club steht über allem“, erklärte der 54-jährige Trainer deutlich. Diese Aussage unterstreicht die professionelle Distanz, die Kovac in dieser Angelegenheit wahrt, während gleichzeitig die Vereinsinteressen klar priorisiert werden.

Schlotterbecks aktueller Vertrag beim BVB läuft noch bis zum Sommer 2027. Da der Verteidiger das Angebot zur Vertragsverlängerung bisher jedoch nicht angenommen hat, steht der Verein vor einer strategischen Entscheidung: Sollte Schlotterbeck den Klub tatsächlich verlassen wollen, müsste Borussia Dortmund ihn bereits im kommenden Sommer verkaufen, um noch eine signifikante Ablösesumme erzielen zu können.

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Kovac betont Geduld und zeitlichen Spielraum

Zuletzt hatte Kovac zu diesem Thema bereits geäußert: „Wir alle würden uns freuen, wenn das demnächst vom Tisch ist. Es liegt an ihm.“ In seiner aktuellen Stellungnahme präzisierte der Coach nun: „Wir arbeiten dran, beziehungsweise man ist im Austausch. Man hat noch genug Zeit. Und ob das jetzt heute oder morgen oder übermorgen passiert, ist egal.“ Mit einem charakteristischen Schmunzeln fügte Kovac hinzu: „Es sollte aber auf jeden Fall vor dem nächsten Transferfenster sein.“

Diese Aussagen verdeutlichen, dass zwar eine gewisse Dringlichkeit besteht, gleichzeitig aber ausreichend zeitlicher Spielraum für die Verhandlungen vorhanden ist. Kovac zeigt sich dabei gelassen, betont jedoch indirekt die Notwendigkeit einer Entscheidung vor der nächsten Transferperiode.

Signalwirkung durch Nmecha-Vertragsverlängerung?

Am Mittwoch hatte Borussia Dortmund die Vertragsverlängerung mit Nationalspieler Felix Nmecha bekannt gegeben. Auf die Frage, ob von dieser Entscheidung eine Signalwirkung auf andere Spieler wie Schlotterbeck ausgehen könnte, antwortete Kovac differenziert: „Man muss jeden Fall einzeln betrachten“. Dennoch machte der Trainer seine Hoffnung deutlich: „Klar hoffe ich, dass nicht nur die Spieler, die hier sind, sondern auch andere, die sich Gedanken machen, unserem Club beizutreten, sehen, dass wir versuchen, unsere Leistungsträger zu halten.“

Diese Aussage unterstreicht die langfristige Strategie des Vereins, wichtige Spieler an den Klub zu binden und gleichzeitig attraktiv für potenzielle Neuzugänge zu bleiben. Die Vertragsverlängerung mit Nmecha könnte somit durchaus als positives Signal für die Verhandlungen mit Schlotterbeck interpretiert werden.

Insgesamt zeigt Kovac in seinen Äußerungen eine ausgewogene Haltung: Einerseits betont er die Bedeutung des Vereins über individuelle Interessen, andererseits demonstriert er Geduld und Verständnis für die Entscheidungsfindung des Spielers. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese diplomatische Herangehensweise Früchte trägt und Schlotterbeck sich langfristig dem BVB verpflichtet.

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