Christoph Kramer: Bayern-PSG-Spiel bitte nicht nachmachen
Kramer: Bayern-PSG-Spiel nicht nachmachen

TV-Experte Christoph Kramer hat mit einer überraschenden Analyse des Halbfinal-Hinspiels der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern für Aufsehen gesorgt. Nach dem 5:4-Spektakel in Paris äußerte der Weltmeister von 2014 einen mahnenden Appell: „Bitte nicht nachmachen.“

Kramer warnt vor falschem Maßstab

„Wir machen einen Fehler gerade, dass wir alles mit Paris-Bayern vergleichen. Paris-Bayern ist aktuell eine andere Sportart“, sagte Kramer bei Amazon Prime vor dem Rückspiel zwischen dem FC Arsenal und Atlético Madrid. Er betonte, dass das Spielniveau der beiden Top-Teams nicht auf den Breitensport oder die Bundesliga übertragen werden sollte. „Eigentlich muss man über dieses Spiel schreiben: Bitte nicht nachmachen.“

Qualität der Spieler entscheidend

Der 37-Jährige führte aus, dass Bayern und PSG nicht nur über eine herausragende Offensive verfügen, sondern auch defensiv auf höchstem Niveau agieren. „Die können so spielen, weil die auf jedes Detail achten. Sie laufen ja auch nicht wie wildgeworden Eins gegen Eins. Je tiefer sie gedrängt werden, desto mehr verteidigen sie im Raum.“ Kramer warnte davor, dass solche taktischen Finessen nur mit erstklassigen Spielern umsetzbar seien.

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Als Beispiel nannte er die Innenverteidiger Jonathan Tah und Dayot Upamecano, die im Vorwärtsverteidigen exzellent seien. „Wenn dann Kim und Ito spielen – und ich habe höchsten Respekt vor diesen Spielern -, dann reicht es nicht gegen Heidenheim, und auch nicht gegen Mainz.“

Vergleich mit Arsenal und KI-Ansatz

Kramer zog auch einen Vergleich zum FC Arsenal, bei dem er ein Praktikum absolvierte. „Das ist ein ganz anderer Ansatz. Die gehen viel mit KI. Sie sagen übertrieben gesagt: Wenn wir rausschlagen, bekommen wir zu 75 Prozent den freien Fuß an der Mittellinie, wenn wir rausspielen nur zu 72 Prozent. Deswegen entscheiden wir uns für rausschlagen.“

Sein Fazit: „Das sind unterschiedliche Ansätze von Fußball, keiner ist richtig, keiner ist falsch. Nur: Ich glaube, dass sich der Ansatz von Bayern und Paris, der gerade die Benchmark im europäischen Fußball ist, nicht nachahmen lässt, wenn du nicht die perfekten Spieler hast.“

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