Köln-Trainer Kwasniok feiert Karnevals-Meilenstein und blickt auf turbulente Saison
Kwasniok: Froh, noch Köln-Trainer zu sein nach turbulenter Saison

Köln-Trainer Kwasniok feiert Karnevals-Meilenstein und blickt auf turbulente Saison

Beim traditionellen Karnevalsfest des 1. FC Köln im Maritim-Hotel feierte Trainer Lukas Kwasniok am Dienstag einen besonderen persönlichen Meilenstein. Der 44-jährige Coach, der erst im Juli seine Position antrat, nutzte die Feierlichkeiten für ein offenes Geständnis vor den versammelten Karnevalsjecken.

„Ich bin einfach froh, dass ich noch dabei bin“

Direkt nach dem Einmarsch mit seiner Mannschaft wandte sich Kwasniok an die Festgesellschaft und bekannte: „Ich bin einfach froh, dass ich noch dabei bin. Das erlebt ja nicht jeder Trainer, der im Juli hier anfängt.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Insofern würde ich sagen, das ist schon mal eine Leistung. Glückwunsch an uns alle und an die Mannschaft.“

Dass dieser Meilenstein keineswegs selbstverständlich ist, zeigt der Rückblick auf eine äußerst turbulente Saison. Ausgerechnet der Start der Karnevalszeit am 11. November 2025 hätte dem Trainer beinahe sein Amt gekostet, noch bevor die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreichte.

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Turbulente Phase nach Kostüm-Training

Nach einem Kostüm-Training begaben sich Trainer und Mannschaft damals in eine fünftägige Auszeit, die sich als kontraproduktiv erwies. Auf den Mini-Urlaub folgten acht sieglose Spiele in Folge, die den Trainer unter massiven Druck setzten. Öffentliche Zweifel an Kwasnioks Fähigkeiten machten die Runde, es kam zum Eklat mit den Ultras, die den Coach öffentlich zur Rede stellten.

Die Wende brachte schließlich der 2:1-Sieg gegen Mainz, der Kwasnioks Position vorerst sicherte. „Kurve gekriegt. Karneval erreicht“, kommentierte der Trainer die überstandene Krise mit typisch kölscher Gelassenheit.

Bescheidene Feier und klare Regeln

Auf der aktuellen Karnevalsfeier zeigte sich Kwasniok entsprechend zurückhaltend. Gemeinsam mit Sportvorstand Thomas Kessler zog er Lehren aus der Winterkrise und verkündete: „Es wird nicht großartig gefeiert.“ Der Trainer verließ die FC-Party bereits um 22:15 Uhr, während der Zapfenstreich für die Profis erst für 23 Uhr angesetzt war.

Um möglichen Eskapaden an Weiberfastnacht vorzubeugen, reist die Mannschaft bereits am Donnerstagvormittag nach Frankfurt. Dort wird sie sich auf dem DFB-Campus in Ruhe auf das Auswärtsspiel am Samstag in Stuttgart vorbereiten.

Personelle Entwarnung und Zukunftshoffnungen

In sportlicher Hinsicht gibt es positive Nachrichten: Stürmer Ragnar Ache gab Entwarnung bezüglich seiner Kniebeschwerden. „Es ist alles okay. Dem Knie geht es gut!“, versicherte der 27-Jährige. Auch Top-Talent Said El Mala steht trotz Hüftschmerzen nach dem Leipzig-Spiel für das Stuttgart-Spiel zur Verfügung.

Kwasniok selbst blickt bereits in die Zukunft und hofft auf eine Fortsetzung seiner Köln-Ära: „Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr auch noch da bin“, sagte der Coach nach zuletzt sieben Punkten aus sechs Spielen. Sein großer Wunsch: Beim nächsten Rosenmontagszug auf dem FC-Wagen mitzufahren und den Karneval in einer entspannteren Situation zu genießen.

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