Favoriten zeigen Stärke im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern
Am vergangenen Wochenende fanden die spannenden Viertelfinalbegegnungen im Fußball-Landespokal Mecklenburg-Vorpommern statt. Wie erwartet konnten sich die favorisierten Mannschaften aus den höheren Spielklassen durchsetzen und demonstrierten dabei ihre überlegene Qualität. Der Drittligist Hansa Rostock feierte einen deutlichen 5:1-Auswärtssieg beim 1. FC Neubrandenburg, während der Regionalligist Greifswalder FC sich nach einer intensiven Verlängerung mit 3:1 gegen die TSG Neustrelitz durchsetzte.
Spektakulärer Derby-Triumph für SV Pastow
Besonders beeindruckend verlief das Lokalderby zwischen dem SV Pastow und dem FSV Bentwisch. Nach einem frühen Rückstand von 0:1 drehte Pastow das Spiel komplett und feierte am Ende einen überzeugenden 5:1-Erfolg. Der herausragende Akteur des Abends war eindeutig Tony-Glen Siegmund, der allein vier Treffer für seine Mannschaft erzielte und damit maßgeblich zum Erfolg beitrug.
Trainer Heiner Bittorf zeigte sich nach dem Spiel begeistert von der Leistung seiner Mannschaft: „Das war eines der fesselndsten und berauschendsten Spiele, die ich unter meiner Leitung erlebt habe. Die Mannschaft wirkte von Beginn an extrem fokussiert und zeigte eine geschlossene Teamleistung.“ Besonders hervorzuheben ist das vierte Tor, das Bittorf als „Traumtor“ bezeichnete – ein spektakulärer Schuss aus etwa 45 Metern Entfernung, der über den zu weit vorgerückten Torwart ins Netz ging.
Mit diesem Sieg erreicht der SV Pastow zum bereits dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Halbfinale des Landespokals. „Ich bin der Mannschaft dankbar, dass ich dieses besondere Erlebnis noch einmal erfahren darf“, betonte der sichtlich glückliche Trainer Bittorf.
Enttäuschung bei den unterlegenen Mannschaften
Auf Seiten des FSV Bentwisch herrschte nach der Niederlage natürlich Enttäuschung. Anton Müller analysierte das Spiel nüchtern: „Wir gingen durch einen schönen Angriff in Führung, doch ein unnötig verschenkter Elfmeter brachte Pastow zurück ins Spiel. Im Pokal muss man entsprechend mehr Risiko gehen, aber wir waren zu ungefährlich vor dem gegnerischen Tor. Pastow nutzte unsere Fehler brutal aus und gewann am Ende verdient.“
Ebenfalls chancenlos zeigte sich der Verbandsligist FC Förderkader Rene Schneider, der mit 0:4 klar am Oberligisten FC Anker Wismar scheiterte. Marcel Jankowski erklärte: „Insgesamt gingen wir vielleicht zu defensiv in das Spiel, bedingt durch vier Sperren und einige Ausfälle. Wir hätten ruhig mit mehr Mut agieren können. Wismar hatte mehr Spielanteile, und wir bekamen zu wenig Zugriff im Übergangsspiel. Am Ende war es ein verdienter Sieg für Wismar.“
Die Halbfinalpaarungen versprechen nun weitere spannende Begegnungen im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern, wobei die favorisierten Mannschaften weiterhin als klare Anwärter auf den Titel gelten.



