RB Leipzig-Kapitän David Raum spioniert Union Berlin und Werder Bremen live aus
Ein freier Sonntagnachmittag – doch für David Raum (27), den Kapitän von Bundesligist RB Leipzig, bedeutete dies keineswegs Entspannung. Stattdessen nutzte der Defensivspieler die Gelegenheit, um in einer spannenden Mission unterwegs zu sein. Fast unerkannt mit Basecap und Kapuze ausgestattet, saß er auf der Tribüne des Stadions An der Alten Försterei und verfolgte das Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und Werder Bremen, das mit einem 1:4-Sieg der Bremer endete.
Vorbereitung auf entscheidende Saisonphase
Der Besuch war strategisch klug gewählt, denn RB Leipzig muss in der laufenden Saison noch gegen beide Teams antreten. Am Ostersamstag, dem 4. April, steht das Auswärtsspiel bei Werder Bremen an, gefolgt vom Heimspiel gegen Union Berlin am 25. April. David Raum machte sich so bereits frühzeitig ein detailliertes Bild von den Spielweisen und Stärken der beiden kommenden Gegner. Der Kapitän zeigt damit, dass er im Kampf um die begehrte Champions-League-Qualifikation auch abseits des Rasens Verantwortung übernimmt und vorangeht.
RB Leipzig vor Topspiel in Stuttgart
Der aktuelle Montag und Dienstag sind bei RB Leipzig spielfrei, bevor die Vorbereitung auf das hochkarätige Duell am Sonntag beim VfB Stuttgart beginnt. Beide Mannschaften liegen in der Tabelle mit 47 Punkten gleichauf, wobei Leipzig lediglich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Rang zwei steht. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (41) äußerte sich nach dem letzten 2:1-Sieg gegen Augsburg selbstkritisch: „So wie wir heute defensiv aufgetreten sind, wissen wir auch, dass das nicht unseren eigenen Ansprüchen gerecht wird. Wenn man jetzt mal zehn Spiele hernimmt, dann gewinnst du auf diese Weise eins. Und das hatten wir jetzt bei Augsburg.“ Gegen Stuttgart wird daher eine deutliche Leistungssteigerung erwartet.
Personelle Veränderungen bei RB Leipzig und im Umfeld
Parallel zu den sportlichen Entwicklungen gab es auch personelle Neuigkeiten. Der VfL Wolfsburg hat mit Dieter Hecking (61) einen neuen Cheftrainer verpflichtet, der den Klassenerhalt in der Bundesliga sichern soll. Der erfahrene Trainer holte sich dafür Verstärkung ins Team – und zwar in Form eines ehemaligen Leipzigers. Frank Geideck (58), der bis März des vergangenen Jahres als Co-Trainer von Marco Rose (49) bei RB Leipzig tätig war, wird einer seiner neuen Assistenten. Beide hatten bereits in ihrer Zeit bei Borussia Mönchengladbach zusammengearbeitet.
Geideck besaß bei Leipzig noch einen Vertrag bis zum 30. Juni und wurde nach seiner Freistellung regulär weiterbezahlt. Am heutigen Montag wurde das Arbeitsverhältnis schließlich aufgelöst, wodurch sich RB Leipzig rund drei Monatsgehälter einspart. Diese finanzielle Entlastung kommt dem Verein in der aktuellen Saisonphase zugute.



