Leipzig-Trainer Ole Werner erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Daniel Siebert
Nach dem bitteren Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München (0:2) steht Leipzig-Trainer Ole Werner (37) nicht nur das sportliche Ergebnis schwer im Magen. In einem emotionalen Interview mit Sky-Reporter Patrick Wasserziehr (59) nach Spielende am 11. Februar 2026 warf der Trainer dem Schiedsrichtergespann um Daniel Siebert nicht nur eine fragwürdige Elfmeterentscheidung vor, sondern behauptete auch eine bewusste Brüskierung durch den Unparteiischen.
„Er hat mein Angebot des Handschlags komplett ignoriert“
„Ich bin zum Schiri hin. Er hat mein Angebot des Handschlags komplett ignoriert“, schilderte Werner die Situation nach dem Abpfiff. „Ich weiß nicht, was ich ihm getan habe. Vielleicht hat er es auch nicht mitbekommen, weil er mit anderen im Gespräch war.“ Auf Nachfrage des Reporters, mit wem Siebert gesprochen habe, antwortete Werner: „Keine Ahnung. Auf jeden Fall hatten wir Blickkontakt. Er hat vorgezogen, mir heute nicht die Hand zu geben. Warum auch immer.“
Strittige Szene in der 28. Minute sorgt für Diskussionen
Der Ärger des Leipzig-Trainers speist sich jedoch nicht nur aus der vermeintlichen Nichtbeachtung. Bereits während der Partie hatte eine Szene in der 28. Minute für Unmut gesorgt. Leipzigs Stürmer Nusa ging nach einem Duell mit Bayern-Verteidiger Josip Stanišić an der Strafraumkante zu Boden. Stanišić hatte dabei seinen Fuß zwischen die Beine des Leipzigers gestellt – ein Foul, das für viele Experten außer Frage stand.
Fraglich blieb allerdings, ob der Kontakt innerhalb des Strafraums erfolgte. Schiedsrichter Siebert ließ weiterspielen, und auch der Video-Assistent griff trotz Überprüfung nicht ein. „Wie man das zu viert nichtmal als Foul sehen kann ... Das ist nicht Viertelfinal-Niveau. Tut mir leid“, kritisierte Werner die Entscheidung scharf.
Emotionale Reaktion nach dem Pokal-Aus
Die Niederlage gegen den Rekordpokalsieger Bayern München bedeutet das vorzeitige Aus für RB Leipzig im DFB-Pokal. Während die Bayern damit ihren Weg Richtung möglichem Double fortsetzen, bleibt für die Sachsen nur die Enttäuschung über eine verpasste Chance. Die Kombination aus sportlicher Niederlage, umstrittener Schiedsrichterentscheidung und der wahrgenommenen persönlichen Brüskierung durch Siebert sorgte bei Trainer Werner für eine besonders emotionale Reaktion im Interview.
Ob die Vorwürfe Werners berechtigt sind oder ob es sich bei der vermeintlichen Handschlag-Verweigerung um ein Missverständnis handelte, bleibt vorerst offen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich zu den Vorfällen bisher nicht öffentlich geäußert. Sicher ist jedoch, dass die Diskussionen um Schiedsrichterleistungen und die Emotionalität im Profifußball auch nach diesem Viertelfinale weitergehen werden.



