RB Leipzig feiert Kantersieg gegen Hoffenheim und rückt Champions League näher
In einem atemberaubenden Bundesliga-Spiel hat RB Leipzig die TSG 1899 Hoffenheim mit einem klaren 5:0 (4:0) deklassiert. Der überragende Sieg vor 40.980 Zuschauern in der Red-Bull-Arena beschert den Sachsen drei äußerst wertvolle Punkte im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze.
Torrausch in der ersten Halbzeit
Die Leipziger Offensive entfaltete bereits in der ersten Spielhälfte ihre volle Wucht. Brajan Gruda eröffnete in der 17. Minute die Toreflut, nachdem Hoffenheims Torwart Oliver Baumann einen Schuss von Romulo nur unglücklich abwehren konnte. Nur vier Minuten später erhöhte Christoph Baumgartner mit einem kraftvollen Kopfball nach einer präzisen Flanke von David Raum auf 2:0.
Der Österreicher Baumgartner traf in der 30. Minute erneut, diesmal mit einer artistischen Volley-Abnahme nach Vorarbeit von Gruda. Kurz vor der Halbzeitpause komplettierte Gruda mit seinem zweiten Treffer den überzeugenden Vorsprung. Der Junioren-Nationalspieler zeigte dabei einmal mehr sein ausgezeichnetes Stürmergespür, als er am langen Pfosten eine Hereingabe von Yan Diomande verwertete.
Hoffenheims desolater Auftritt
Die TSG Hoffenheim bot dagegen ein erschütterndes Bild. Nationaltorwart Oliver Baumann wirkte zwischen den Pfosten sichtlich verzweifelt und konnte das Debakel seiner Mannschaft nicht verhindern. Trotz eines mutigen und technisch flotten Starts verloren die Kraichgauer schnell die Kontrolle über das Spielgeschehen und zeigten keinerlei internationales Format.
Trainer Christian Ilzer versuchte in der zweiten Halbzeit mit der Einwechslung von Top-Stürmer Andrej Kramaric eine Wende einzuleiten, doch auch der Kroate vermochte die hoffnungslose Lage nicht zu drehen. Lediglich Grischa Prömel testete Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt in der 53. Minute mit einem Distanzschuss.
Leipzigs taktische Überlegenheit
Die Sachsen demonstrierten nach der Pause ihre taktische Disziplin. Sie ließen den Gegner kontrollierten Ballbesitz entwickeln und warteten geduldig auf günstige Umschaltmomente. Gruda hätte in der 54. Minute sogar seinen dritten Treffer erzielen können, verpasste jedoch die Gelegenheit knapp.
Den emotionalen Höhepunkt des Abends besorgte schließlich der eingewechselte Benjamin Henrichs. In der 78. Minute erzielte der Defensivspieler sein erstes Tor nach langer Verletzungspause und löste damit kollektive Jubelstürme aus. Ein möglicher Rekord für die höchste Pausenführung der Leipziger Bundesliga-Geschichte wurde durch den Video-Assistenten verwehrt, der einen Treffer von Yan Diomande in der Nachspielzeit wegen Abseitsstellung aberkannte.
Tabellen- und Ausblick
Durch den deutlichen Sieg zogen die Leipziger in der Bundesliga-Tabelle nicht nur mit Hoffenheim punktgleich, sondern überholten dank der besseren Tordifferenz sogar den VfB Stuttgart und rückten auf Platz drei vor. Für Trainer Ole Werner und sein Team ist die Teilnahme an der Champions League damit wieder ein realistisches Szenario, wenige Tage nach der schmerzhaften 0:1-Niederlage in Stuttgart.
Für Hoffenheim bedeutet die zweithöchste Saisonniederlage einen herben Rückschlag. Die Mannschaft fiel auf Platz fünf zurück und muss in der anstehenden Länderspielpause dringend an ihrer Form arbeiten. Von den letzten fünf Ligaspielen konnte die TSG lediglich eines gewinnen - gegen den Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim.
Die Leipziger Offensive um die Doppeltorschützen Gruda und Baumgartner bewies eindrucksvoll ihre Qualität. Mit nun zwölf Saisontreffern ist Baumgartner der aktuell beste Torschütze des Teams und verkörpert zusammen mit dem aufstrebenden Gruda die gefährliche Angriffskraft, die RB Leipzig zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf die internationalen Spitzenplätze macht.



